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Arabella

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Horned Serpent Ilvermorny Beauxbatons 4. Klasse Austausch Halbblut O.K.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 08.05.2026 21:52

Obwohl ich derartiges erwartet hatte, erschrak ich mich doch immer wieder, wenn meine Mutter lauter wurde. Ihre von den Wänden des Autos wiederhallende Stimme schüchterte mich ein, sodass ich es nicht wagte, sie anzusehen, als sie ihren kleinen Vortrag vervollständigte. Zum Glück musste sie ja wegen der Muggel auf die Straße gucken, sodass es nicht allzu unhöflich war, dass ich stattdessen auf meine in meinem Schoß verschränkten (ich wollte schließlich nicht riskieren, dass sie zu zittern anfingen) Finger starrte. Ich fragte mich, wie ich sie beruhigen konnte. Beinahe schon nebenbei beschäftigte es mich außerdem, ob sie mit ihren Worten recht hatte. Ehrlich gesagt konnte ich mir nicht vorstellen, dass irgendeine/r von den ChaotInnen in meinem Jahrgang irgendwann einmal einen wichtigen Kontakt darstellen könnte. Aber das zu sagen stufte ich als sehr unsicher ein und stattdessen sagte ich: "Ich werde mir nächstes Jahr besondere Mühe geben." Dabei bemühte ich mich um einen weiterhin sachlich-neutralen Tonfall, klang aber nichtsdestotrotz etwas kleinlaut. Etwas mehr Selbstbewusstsein lag in der Erwiderung auf ihre nächste Frage: "Alle Fächer außer Besenflug." Der Unterschied lag darin, dass ich hinter letzterer Aussage wirklich stand, während ich mir was die Kontakte anging nicht sicher war, ob meine Mutter nicht doch recht hatte.

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Re: Festsaal

von Arabella am 08.05.2026 06:24

Meine Beziehung zu Essen war ein wenig kompliziert. Auf solchen Veranstaltungen hielt auch ich mich sehr im Zaum - zum einen, weil von mir als Vierzehnjährige wohl erwartet wurde, dass ich weniger aß als die Erwachsenen, zum anderen, weil ich generell zum emotionalen Essen neigte und die Phasen, in denen ich es somit übertrieb, in der restlichen Zeit damit auszugleichen, dass ich es untertrieb. Zum Glück klappte das im Allgemeinen ganz gut; ich pendelte immer ein, zwei Kilogramm mehr oder weniger um mein Idealgewicht herum. Gerade sollte ich dieses ziemlich genau erreicht haben, womit ich zwar keine Modelfigur hatte so wie Emma, dafür aber auch deutlich weniger auffällig war als sie, was grundsätzlich immer mein Ziel war. Wenn es nicht gerade um schulische Leistungen ging, da überwogen die Vorteile des positiven Herausstechens die Nachteile der Auffälligkeit.
"Spanisch ist auf jeden Fall sinnvoll zu lernen", reagierte ich auf ihre Aufzählung der von ihr beherrschten Sprachen - zumindest, wenn es ums Zuhören ging, wenn man ihrer Aussage glauben konnte, aufgrund des Mangels an Übung sei das Sprechen schwierig für sie. Aufgrund meines außergewöhnlichen Talents für Sprachen kannte ich persönlich dieses Problem eher weniger, abgesehen davon, dass meine Mutter sich regelmäßig in fremden Sprachen mit mir unterhielt. Und im Falle von Niederländisch und Englisch natürlich, dass ich sie in meinem Alltag immer wieder brauchte. "Es ist die nächste Sprache, die für mich nach Mandarin auf dem Programm steht", ergänzte ich noch zu Spanisch. Dann kam Emma auf Französisch zu sprechen, weshalb ich anbot: "Französisch ist meine Muttersprache. Wenn du möchtest, können wir hin und wieder Gespräche darin führen."

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 08.05.2026 06:01

"Das war sicherlich spannend", reagierte ich mit einem typischen Smalltalksatz auf ihre Aufzählung der Länder. Ich jedenfalls hätte es spannend gefunden, all diese Deligierten zu treffen. Was ich auf ihren nächsten Satz sagen sollte, wusste ich nicht genau, also nickte ich nur. Er wich zu sehr von der gewohnten Förmlichkeit in diesen Kreisen ab, die oft auch zwischen meiner Mutter und mir herrschte.
Anschließend fragte sie mich, wie die Schule gewesen war, und ich wurde innerlich ein wenig nervös, zeigte das aber natürlich nicht. Sollte ich ihr gleich von meinem nicht ganz perfekten Zeugnis erzählen? Vermutlich war es besser so. Sie würde schon wütend genug sein, da war es ganz und gar nicht förderlich, wenn dieses Gefühl noch dadurch unterstützt wurde, dass ich sie angelogen bzw. ihr zumindest etwas verheimlicht hatte. "Zum mit Abstand größten Teil gut", antwortete ich also vorsichtig und setzte gleich noch hinzu: "Ich gehe davon aus, dass die Lehrer aller relevanten Fächer von mir angetan sind." Das entsprach immerhin der Wahrheit. Ich betrachtete den Flugunterricht von allen Fächern als mit Abstand am wenigsten relevant - wann sollte es schon notwendig sein, dass ich auf einem Besen flog? Es gab in der magischen Welt schließlich deutlich schnellere und allgemein relevantere Reisemöglichkeiten. Die einzige Angelegenheit, die Begabung im Besenflug voraussetzte war Quidditch (okay, in den USA zusätzlich Quodpot, wie ich natürlich wusste) und für meine geplante Karriere musste ich das nun wirklich nicht aktiv betreiben. Ganz abgesehen davon, dass es mich persönlich kein bisschen interessierte. Die Frage nach meinen Kontakten beantwortete ich mit: "Ich habe versucht zu erahnen, zu wem engerer Kontakt zukünftig sinnvoll sein würde, aber es hat sich noch nicht herausgestellt." Das war natürlich eine Umschreibung dafür, dass ich keine engeren Kontakte geknüpft hatte, und das würde meine Mutter selbstverständlich sofort durchschauen. Die Angst davor war mir äußerlich zwar nicht anzumerken, innerlich aber nur allzu präsent.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 06.05.2026 12:26

Ich erahnte nicht, dass meine Mutter früher selbst Probleme mit Gleichaltrigen gehabt hatte. Für mich war sie trotz ihres oft einschüchternden Verhaltens mir gegenüber ein Vorbild. Schließlich hatte sie mit ihren 33 Jahren bereits einen der wichtigsten Posten im belgischen Zaubereiministerium inne. Somit ging ich unterbewusst automatisch davon aus, dass sie bereits ihr ganzes Leben lang perfekt darin gewesen war, sich in ihr Umfeld einzufügen und es zu ihren Gunsten zu nutzen. 
Als sie meinte, sie könne mir nicht viele Details geben, nickte ich nur. Das war ich schon gewohnt, wenn es um Fragen zu ihrer Arbeit ging. Ich war allerdings auch schon gewohnt, dass sie mir trotzdem so viel wie möglich darüber sagte. Vermutlich gefiel es ihr, wenn ich Interesse an ihrem Beruf zeigte. Es war immerhin ein unausgesprochenes Übereinkommen zwischen uns, dass ich irgendwann ebenfalls im Ministerium anfangen würde; vermutlich sogar in ihrer Abteilung, wenn man meine (nach außen hin natürlich im Zaum gehaltene) Begeisterung für das Erlernen von Fremdsprachen bedachte. "Welche Länder sind denn alles dabei?", wollte ich wissen und meinte damit nicht nur die asiatischen, sondern auch den Rest der Welt. Eine Vereinheitlichung des magischen Rechts würde sich bestimmt nicht nur auf Belgien und Asien beziehen. Ich vermutete, dass zumindest Vertreterinnen und Vertreter weiterer europäischer Länder anwesend sein würden.
Beim Auto angekommen schenkte meine Mutter mir ein Lächeln. Einerseits freute ich mich darüber, andererseits rief es mir wieder ins Gedächtnis, dass sie vermutlich nicht mehr lange so freundlich zu mir sein würde, wenn sie mein Zeugnis sah. So oder so antwortete ich mit einem artigen "Danke", während ich einstieg.

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Arabellas Zimmer

von Arabella am 06.05.2026 10:29

Dieses circa 14 Quadratmeter große Zimmer ist sehr schlicht gehalten: die Wände sind weiß gestrichen, Bett und Schreibtisch bestehen aus dem gleichen hellen Holz wie das riesige Bücherregal, welches die Wand gegenüber dem Fenster beinahe vollständig einnimmt.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 06.05.2026 09:19

Mein Gesichtsausdruck war wie (fast) immer neutral, genau wie mein Tonfall, sodass es meiner Mutter eigentlich nicht gelingen dürfte, irgendetwas daraus zu lesen. Ich wusste, dass sie das nicht immer guthieß, aber gerade im Umgang mit Gleichaltrigen war das ein recht einfacher Schutzmechanismus, da ich diese recht schlecht einschätzen konnte. Immerhin hatte ich bis zu meiner Einschulung in Beauxbatons kaum welche getroffen - so hatte ich doch meine Grundschulbildung von einer Privatlehrerin erhalten. Bei Erwachsenen jedoch war es recht einfach einzuschätzen, was diese von einem Kind wie mir erwarteten, weshalb ich bei internationalen Banketts o.Ä. durchaus charmant sein konnte. Meine Mutter dagegen war sowieso immer unzufrieden mit mir und in ihrem Verhalten auch nicht ganz berechenbar; manchmal zeigte sie mir zwar ihre Zuneigung, konnte im nächsten Moment allerdings wieder kühl und fordernd sein. Damit war Neutralität ihr gegenüber wohl am sichersten.
"Weshalb habt ihr denn mit denen zu tun?", fragte ich nun aus ehrlicher Neugier heraus, als sie mir von dem Essen mit den Delegierten aus Asien erzählte. In der Zeitung, die ich natürlich regelmäßig las, hatte nichts von einem Besuch einer Delegation aus Asien gestanden, aber das hatte nicht viel zu bedeuten. Häufig schafften es erst die Ergebnisse dieser Treffen in den Politikteil. Abgesehen davon war ich natürlich froh, dass ich mir nicht den ganzen Abend ihre Vorwürfe würde anhören müssen. Ich machte mir selbst schon genug davon.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 06.05.2026 11:19.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 05.05.2026 22:06

Natürlich entdeckte meine Mutter mal wieder einen Makel an mir - genauer gesagt an meiner Schulter. "Nein, sie ist in meinem Koffer", antwortete ich ehrlich, als sie fragte, ob ich die Fuselbürste verlegt hätte. Diese hatte ich gestern Abend erst benutzt, ich konnte mir also nicht wirklich erklären, warum ich schon wieder Staub an der Schulter hatte. Vermutlich war er von der Gepäckablage heruntergerieselt, als ich meinen Koffer darauf plaziert hatte (natürlich mit einem letzten Schwebezauber, meine Armmuskulatur war nicht annähernd trainiert genug dafür). Als sie mich aufforderte, ihr zum Auto zu folgen, nickte ich nur. Allerdings war ich sehr froh, als sie den Zauber wirkte, der den Koffer neben uns her schweben ließ.
Als wir uns durch die Menge hindurch zum Kartenautomaten quetschten, fiel mein Blick unweigerlich auf all die sich umarmenden Familien. Selbstverständlich hatte ich mit solch einer Begrüßung nicht gerechnet. Ich konnte mich nicht einmal erinnern, wann meine Mutter mich das letzte Mal mit mehr als ihren Fingerspitzen (und das auch nur zu praktischen Zwecken) berührt hatte. Dennoch kam ich nicht umhin zu bemerken, dass wir mit unserer körperlichen Distanz hier eine Ausnahme waren. Kurz stellte ich mir vor, wie es wohl wäre, wenn wir uns in den Armen liegen würden - eine seltsame, wenn nicht gar unangenehme Vorstellung. Außerdem würde diese Darstellung unserer Gefühle uns unnötig angreifbar machen.
So oder so war ich froh, als wir den Automaten erreicht hatten. Nachdem wir die richtige Tastenkombination gedrückt und uns mit einem magischen Scan unserer Zauberstäbe (man musste sie dafür in das Ticketausgabefach legen) als Magierinnen identifiziert hatten, konnten wir unsere gewünschte Bahnstation in Belgien ansagen und durch den Automaten hindurch in die entsprechende Bahnhofshalle treten. Während wir uns auf den Weg zum Parkplatz machten, fragte ich: "Bist du heute Abend zu Hause?" Abgesehen davon, dass ich wissen wollte, wie viel Zeit sie haben würde, um mich ihren Ärger über mein Zeugnis spürenzulassen, war etwas Smalltalk nie verkehrt. Sie hielt mir ja regelmäßig vor, dass ich zu still sei.

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Antworten Zuletzt bearbeitet am 05.05.2026 22:17.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 05.05.2026 20:05

Vor ein paar Tagen hatte ich den Brief von meiner Mutter erhalten, dass sie mich hier am Gleis abholen würde. Das hatte mich weder sonderlich überrascht noch hatte ich es als selbstverständlich hingenommen - die Chancen hatten wohl circa 50/50 gestanden, dass sie nicht zu beschäftigt dafür war. Gut, es war so oder so ungewöhnlich für sie, das Büro um diese Uhrzeit zu verlassen, aber ich wusste, dass sie viel Wert auf ihre Außenwirkung legte. Und es war nunmal eine unausgesprochene Erwartung an Eltern, ihre Kinder entgegenzunehmen. Vielleicht hatte sie mich auch ein wenig vermisst, aber das war wohl eher ein nachrangiges Entscheidungskriterium gewesen. Immerhin hätten wir uns spätestens heute Abend (oder zumindest morgen früh, wenn sie am Abend irgendeine Veranstaltung besuchen musste) sowieso getroffen. 
Ich war gerade damit beschäftigt, meinen Koffer aus dem Zug zu hieven (den Käfig mit meiner Eule Nuntia hatte ich bereits vor mir am Bahnsteig abgestellt), als ich ein Räuspern vernahm. Natürlich hätte ich das mit dem Koffer mit einem einfachen Schwebezauber, den wir bereits zu Beginn des Jahres gelernt hatten, erledigen können, aber als Zwölfjährige war mir das Zaubern außerhalb der Schule natürlich verboten. Ich sah auf und erblickte wie erwartet meine Mutter, die mich genau zu mustern schien. Wahrscheinlich um herauszufinden, ob ich zugenommen hatte, denn als kleineres Kind hatte ich eine leicht pummelige Phase gehabt, die meiner Gewohnheit des emotionalen Essens zuzuschreiben gewesen war. Zum Glück wurde in Beauxbatons aber traditionell eher leichte Kost serviert, weshalb sich das ausgeglichen hatte. Ganz abgesehen davon, dass ich seit ein paar Jahren akribisch festhielt, wie viele Kalorien ich am Tag zu mir genommen hatte, um gegebenenfalls am nächsten Tag die ein oder andere Mahlzeit ausfallen zu lassen. Daher sollte ich mein Idealgewicht wohl seit den letzten Ferien gehalten haben.
"Maman", erwiderte ich schließlich auf Französisch auf ihre Begrüßung. Manchmal unterhielten wir uns zwar auch in anderen Sprachen, damit ich nicht aus der Übung kam, aber in dieser Situation war die Muttersprache aller Anwesenden wohl angemessen. Mein Tonfall und Gesichtsausdruck blieben neutral. Immerhin befanden wir uns noch immer in der Öffentlichkeit.

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Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 05.05.2026 18:50

Nervös stieg ich aus dem Zug aus, welcher uns belgische Beauxbatonsschülerinnen und -schüler mit einem kleinen Zwischenstopp in Luxemburg nach Brüssel gebracht hatte. Natürlich kamen wir nicht an einem Muggelbahnsteig an, sondern an einem separaten Gleis, welches nur für Hexen und Zauberer zugänglich war. Der Grund für meine Nervosität war recht simpel: leider hatte ich kein perfektes Zeugnis dabei, entgegen der Erwartungen (oder zumindest Hoffnungen; wer wusste schon, was sie wirklich dachte) meiner Mutter. Zugegebenermaßen hatte ich sie auch nicht vorgewarnt, dass das Besenfliegen mir alles andere als leicht fiel, aus Angst vor ihrer Reaktion. Es konnte also sein, dass sie aus allen Wolken fiel, wenn sie inmitten all der Os in den anderen Fächern ein A im Flugunterricht entdeckte. Ehrlich gesagt war ich selbst schon froh, dass es ein A war und kein M oder gar S, aber die Chance, dass meine Mutter diese Erleichterung teilte, ging gegen null, das war mir klar.
Wie immer hatte ich kurz nach dem Aufstehen meine neutrale Miene aufgesetzt und sie bis jetzt nicht abgelegt. Im Zug war ich mit ein paar älteren Schülerinnen in einem Abteil gesessen, welche mich (meiner Meinung nach zum Glück) ignoriert hatten. Somit stieg ich nun alleine aus - ein weiterer Punkt, für den ich Kritik von meiner Mutter erwartete. Sie schärfte mir ja immer ein ich solle mich sozialisieren.

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Re: Eingangsbereich

von Arabella am 03.05.2026 11:31

Als Emma meine Mandarinkenntnisse als 'beeindruckend' einstufte, wurde ich ein ganz kleines bisschen rot. "Es ist gar nicht so schwierig, wenn man sich ein wenig damit auseinandersetzt", antwortete ich jedoch bescheiden. Ich wollte sie noch fragen, welche Sprachen außer Englisch sie noch beherrschte (ich nahm an, dass sie als Tochter eines Botschafters zumindest noch Spanisch beherrschte, da es ja die zweite offizielle Sprache der USA war), doch da waren wir schon bei unserem Stehtisch angekommen. So nickte ich also nur noch auf ihre Beschreibung der Zimmerrenovierung hin und reichte meiner Mutter ihr Glas, welche mir wie Emmas Vater seiner Tochter nur kurz zunickte. Mich selbst hätte es durchaus interessiert, was die beiden zu besprechen hatten, aber in diesem Moment trat der Vorsitz der Internationalen Zauberervereinigung herein und begann, seine Rede zu halten. Diese war tatsächlich nur als uninteressant zu bezeichnen, weshalb ich zwar höflich zuhörte, aber in Gedanken bei dem Formular war, das ich für Emmas und mein Projekt vorbereiten sollte.
Als die Rede endlich beendet war, schlossen die Prices und ich uns der Menschentraube an, welche sich in Richtung Festsaal bewegte. Zugegebenermaßen freute es mich, dass Emma und ich anscheinend nebeneinander saßen - dank der alphabetischen Anordnung der Tische in U-Form saßen Pelletier und Price in unmittelbarer Nähe. "Welche Sprachen sprichst du denn?", konnte ich also unser Gespräch von vorhin in höflicher Form fortsetzen, während die Vorspeise serviert wurde. Es interessierte mich zugegebenermaßen mehr als ihre Zimmergestaltung, obwohl ich die natürlich nicht vergessen hatte. Vielleicht ließ sie sich später noch einmal ins Gespräch einbringen.

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