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Arabella

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Horned Serpent Ilvermorny Beauxbatons 4. Klasse Austausch Halbblut O.K.

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Re: Books and Quills

von Arabella am 10.04.2026 11:06

Ich beobachtete Emma beim Nachdenken. Dass sie dies tat, war ziemlich offensichtlich, was meiner Meinung nach jedoch nichts negatives war. Nachdenken war immerhin ein intelligenter Zeitvertreib. Sogar mir konnte man manchmal ansehen, dass ich mich dem widmete. Womit sie sich wohl genau beschäftigte? Die Frage, warum man einen solch extremen Artikel veröffentlichen sollte, war in mir auch schon aufgekommen, doch dass sie darüber nachdachte, stand Emma ja nicht auf der Stirn geschrieben. Zumal ich das Ganze ein wenig anders sah als sie - zwar hätte auch ich keinen solchen Artikel verfasst, doch wenn man mich danach gefragt hätte, hätte ich meine Meinung durchaus kundgetan. Das gehörte zu meinen Prinzipien.
Als Emmas Clique sich uns näherte, war ich absolut nicht überrascht, dass die Mädchen von Emma weggeschickt wurden. Erneut fragte ich mich, warum sie diese überhaupt um sich geschart hatte. Weshalb sollte sich eine intelligente Person wie Emma mit solch hirnlosen Menschen abgeben?
Mein Blick streifte die Uhr und ich stellte fest, dass ich in einer halben Stunde mit meiner Mutter zum Mittagessen verabredet war. Eilig suchte ich die Zeitungen zusammen, die mich am meisten interessierten, und teilte Emma in neutralem Tonfall mit: "Ich muss jetzt gehen. Es hat mich gefreut, dich zu sehen." Dann machte ich mich auf den Weg zur Kasse.

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Re: Outfits für das Bankett der Internationalen Zauberervereinigung

von Arabella am 08.04.2026 21:01

Name des Charakters: Arabella Margaux Clémence Pelletier
Outfit: 
Bildquelle: https://editorial01.shutterstock.com/wm-preview-1500/10181362g/e323e895/Shutterstock_10181362g.jpg

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Re: Books and Quills

von Arabella am 07.04.2026 20:40

"Das hätte ich auch vermutet", sagte ich in neutralem Tonfall, als Emma meinte, die Zeitungen haben mit Sicherheit einen anderen Tonfall angeschlagen als die Geschichtsbücher. "Allerdings scheint das nur teilweise zuzutreffen", teilte ich ihr mit und zeigte ihr im Zuge dessen zwei Zeitungen aus Grindelwalds Zeit. Eine enthielt einen Artikel namens "Grindelwald entkam der Überführung nach Europa durch geistreichen Trick", die andere einen mit der Überschrift "Grindelwald tragischerweise aus Gefangenschaft des MACUSA entkommen". Ich ging davon aus, dass Emma wusste, auf welches Ereignis sich die Titel bezogen. Schließlich hatte sie mir in der Vergangenheit genug Anlass gegeben sie für eine gebildete Person zu halten, die im Unterricht nicht schlief.
"Die Tageszeitungen zu Grindelwalds Zeiten scheinen zweigespalten gewesen zu sein", erläuterte ich. "Die eine Hälfte folgte seiner Propaganda, die andere Hälfte scheint ähnlich eingestellt gewesen zu sein wie die Mehrheit heute." Selbstverständlich war auch ich Teil dieser Mehrheit. "Natürlich habe ich bisher nur Überschriften gelesen; ich habe ja noch nichts gekauft", fügte ich noch hinzu. Die Buchhandlung musste schließlich auch von irgendetwas leben und ich hatte durchaus vor, die interessantesten Blätter zu erwerben. Da ich mein Taschengeld nicht für Schwachsinn wie Süßigkeiten oder Sccherzartikel ausgab, hatte ich genug dafür übrig.

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Re: Books and Quills

von Arabella am 02.04.2026 15:42

"Das stimmt natürlich", stimmte ich zu, als Emma meinte, man müsse immer auch den Hintergrund einer Handlung mit einbeziehen. "Ich denke nur, dass die Klatschblätter - so widersinnig es auch scheinen mag - in diesem Fall die ausführlichere Informationsquelle sind. Ein privater Spaziergang mit einer potenziell kritischen Person mag einer Tageszeitung keinen Artikel wert sein, einer Illustrierten aber schon", fügte ich dennoch hinzu. "Wie du schon sagst wird es am besten sein, beides zu studieren", schloss ich, damit Emma nicht dachte, ich hätte nicht begriffen, dass sie das auch ohne meine Bemerkung vorgehabt hätte. Ich wollte weder für dumm gehalten werden noch für jemanden, der andere für dumm hielt.
"Die Neugierde", beantwortete ich dann Emmas Frage. "Mich interessiert der Ton, den die amerikanischen Zeitschriften in ereignisreichen Zeiten angeschlagen haben. Speziell während der Schreckensherrschaften dunkler Magier."

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Re: Books and Quills

von Arabella am 01.04.2026 21:24

Nun hochinteressiert lauschte ich Emmas Ausführungen. So hatte ich es tatsächlich noch gar nicht betrachtet. Mich interessierte vor allem der Tonfall, den die damaligen Journalisten angeschlagen hatten, wenn es zum Beispiel um Grindelwald ging. Ich interessierte mich dafür, wie die damalige allgemeine politische Gesinnung gewesen war. Was Emma sagte, klang allerdings überaus klug, wenngleich ich selbst auch lieber sachlich argumentierte als Menschen mit ihrer Vergangenheit zu erpressen. Es musste aber auch bedacht werden, dass das sicherlich nicht jeder so sah, und sich im Zweifelsfall wehren zu können war mit Sicherheit von Vorteil.
"Das klingt sinnvoll", gab ich also zu, wobei ich meinen Tonfall nicht veränderte. "Aber vielleicht wirst du in dem Punkt eher dort drüben fündig", fügte ich hinzu und zeigte auf das Regal mit den alten Illustrierten ein paar Meter entfernt. Darin würden sich wohl eher Artikel über Einzelpersonen finden als in den Tageszeitungen.

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Re: Books and Quills

von Arabella am 01.04.2026 18:40

Rasch hatte ich die Zeitungen gefunden und befand mich gerade vor einem Regal voller alter Tageszeitungen, als eine schwatzende Mädchenclique den Buchladen betrat. Zunächst war ich wegen der Lärmbelästigung etwas genervt (Das hier war eine Buchhandlung, kein Jugendtreff! Konnten sich die Mädchen nicht dorthin oder in ein Café zurückziehen, wenn sie sich unterhalten wollten? Typisch Jugendliche in diesem Alter...), ließ mir das aber wie immer nicht anmerken. Dennoch blickte ich kurz zum Eingang; oberflächliches Interesse daran, wer da so geräuschvoll den Laden betrat, würde wohl nicht auffallen. Wer mir allerdings auffiel, war Emma, die auf mich - oder wohl eher auf die Abteilung mit den Zeitungen, so von mir selbst überzeugt, dass ich meinen eigenen Aufenthaltsort dafür verantwortlich machte, war ich nicht - zukam, natürlich ohne das tratschende Grüppchen, welches sie beim Eintreten umgeben hatte. 
Dass sie sich in derartiger Begleitung befand, überraschte mich; bisher hatte ich sie ja immer allein angetroffen und ich hatte sie als deutlich niveauvoller eingeschätzt. Nun ja, vielleicht handelte es sich um ihre persönliche Art der Tarnung. Die hielte ich zwar nicht besonders klug, da sie dazu führen könnte, dass sie deutlich unterschätzt wurde, aber das musste sie selber wissen. Dass sie auf die Zeitungen zuging statt auf die Liebesromane war jedenfalls ein Indiz dafür, dass sie das auch tat.
Ihre "Begrüßung" nahm ich als etwas unhöflich war, da das Grußwort komplett fehlte, ließ mir das aber natürlich nicht anmerken. "Hallo Emma", gab ich höflich zurück, was für mich schon eine recht umgangssprachliche Begrüßung war. Niemals wäre aus meinem Mund ein "Hi" oder gar ein "Hey" gekommen. "Das kann ich nur zurückgeben", gab ich dann auf ihre Aussage hin zurück, meine Anwesenheit hier überrasche sie nicht. "Suchst du nach etwas bestimmtem?", fragte ich höflich, zu meiner eigenen Überraschung aber tatsächlich auch leicht interessiert.

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Re: Books and Quills

von Arabella am 01.04.2026 15:17

Einige Tage vor dem Bankett der Internationalen Zauberervereinigung war ich mit meiner Mutter in die USA gereist, da sie beruflich hier zu tun hatte und mir ermöglichen wollte, auch das magische Amerika abseits von Ilvermorny kennenzulernen. Abgesehen davon hätte sie mich nie allein zu Hause gelassen - ich konnte froh sein, dass ich mich in New Hogs frei bewegen durfte, solange sie auf der Arbeit war.
Auf meinem Streifzug durch den magischen Stadtteil von New York war mir natürlich als allererstes die Buchhandlung aufgefallen. Nun bezweifelte ich, dass sich das Angebot der für mich interessanten Bücher so sehr von dem in Europa unterschied (mich interessierten vor allem fremdsprachige Romane, da ich Englischsprachiges - abgesehen davon, dass ich die Sprache bereits perfekt beherrschte - auch in der Bibliothek von Ilvermorny ausleihen konnte), doch ich hatte im Schaufenster eine Reklame gesehen, die alte amerikanische Zeitungen bewarb. Soetwas hatte ich in der Schulbücherei nun noch nicht entdeckt. Daher machte ich mich mit meiner typisch neutralen Miene auf dem Gesicht auf die Suche nach besagten Zeitungen.

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Re: Weg zur Eulerei

von Arabella am 31.03.2026 21:44

Ich war durchaus beeindruckt oder wohl eher angetan davon, wie schnell Emma sich wieder fasste. Selbst hatte ich selten in der Öffentlichkeit solche Gefühlsausbrüche - spontan konnte ich mich an keinen einzigen erinnern -, doch wenn dann hoffte ich mich genauso zu verhalten. Wenn das Lächeln bei mir in den meisten Situationen wohl eher einem höflich-neutralen Ausdruck gewichen wäre. Aber ich sah ein, dass ein höfliches Lächeln hier eine gleichwertige Alternative war.
"Ja", antwortete ich in besagtem neutral-höflichen Tonfall auf Emmas Frage, ob ich auf dem Weg zur Eulerei gewesen sei. Ich konnte mir denken, dass ihr klar war, weshalb; darum erwähnte ich es nicht extra noch. Stattdessen sah ich auf die Uhr, wobei ich feststellte, dass ich mich ein wenig beeilen musste. "Ich denke, das werde ich jetzt auch tun, sonst habe ich nicht mehr genug Zeit, um zum Unterricht zu kommen", sagte ich deshalb und klang dieses Mal leicht entschuldigend. Dann tat ich, was ich angekündigt hatte.

[Ich beende den Play hier mal, weil ja Osterferien sind :)]

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Re: Weg zur Eulerei

von Arabella am 02.04.2023 21:21

"Gerne", erwiderte ich sofort pflichtbewusst und gleich viel sicherer, als Emma sich für das Taschentuch bedankte und ankündigte, es gereinigt zurückzugeben. "Keine Eile", fügte ich auf letzteres bezogen noch hinzu. Es war immerhin nur ein Taschentuch, ich besaß einige davon und in derartigen Situationen war es auf jeden Fall angebracht, großzügig zu sein. Um ehrlich zu sein war ich gerade in erster Linie erleichtert darüber, dass sich dieses Gespräch langsam aber sicher wieder in sicherere Fahrwasser begab.
Dementsprechend war ich auch deutlich weniger unsicher, als ich auf ihre Erklärung reagierte: "Gerne. Dein Verhalten war vollkommen nachvollziehbar." Man sah mir meine Erleichterung nicht direkt an, da ich mich um ein höflich-neutrales Auftreten bemüht war, konnte sie aber defintiv anhand dessen erahnen, dass mir das im Gegenzug zu eben nun wieder glückte. Zu der Äußerung über ihren Bruder nickte ich nur zustimmend. Nicht, weil mir sein Schicksal auf einmal völlig gleich gewesen wäre, sondern weil ich nicht wusste, was ich hätte sagen sollen, und es für vertretbar befand es bei der Geste zu belassen.
Als Emma dann bemerkte, es sei bestimmt unerwartet, sie so zu sehen, schoss es mir durch den Kopf, dass ich mich eventuell voreilig in Sicherheit gewiegt hatte. Dennoch schaffte ich es noch, meine Fassade aufrecht zu erhalten und nach kurzem Überlegen zu entgegnen: "Es gibt Situationen, die wohl jeden Menschen aus der Fassung bringen würden." Das war nun tatsächlich ein bisschen auswendiggelernt, ähnliche Statements fanden sich in vielen Büchern, die ich gelesen hatte. Ich war nie sicher, ob ich glauben sollte, was ich gerade gesagt hatte, doch gerade erschien es mir zunehmend wahrscheinlich. Denn ich glaubte Emma, dass sie sich sonst anders verhielt. Mit Sicherheit nicht immer so wie ich es für richtig befinden würde, aber doch oft genug.
Tatsächlich teilte ich auch ihre Wahrnehmung des sich langsam aufbauenden Vertrauens zwischen uns. Nicht, dass ich mir diese Situation gewünscht hätte, aber ich hatte nun Emmas verletzliche Seite gesehen und wusste etwas über sie, von dem sie wahrscheinlich nicht wollte, dass es publik wurde. Das gab mir einen Hauch Sicherheit, dass auch sie vertraulich damit umgehen würde, würde sie mich einmal in einem ähnlichen Zustand vorfinden. Ich brauchte diese Absicherung, um tatsächlich freundschaftliche Gefühle zuzulassen, auch wenn mir noch nicht bewusst war, dass ich das gerade tat.

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Re: Weg zur Eulerei

von Arabella am 19.03.2023 15:51

Hätte Emma den Gedanken, meine Äußerungen klängen wie auswendig gelernt laut ausgesprochen, hätte mich das vermutlich mehr verletzt als ich hätte zugeben wollen. Ich nahm es selbst nicht so wahr, wusste allerdings (und das hatte ich immer für ein Kompliment gehalten), dass viele Menschen erstaunt waren, aus dem Mund einer Dreizehnjährigen derart ausgefeilte Kurzvorträge zu hören. Falls die Menschen das zum Ausdruck brachten, teilte ich immer möglichst charmant mit, dass ich mich eben regelmäßig informierte und ausführlich darüber nachdachte, wie ich diese Informationen für mich zusammenbringen sollte. Was vollkommen der Wahrheit entsprach, weshalb es mich gekränkt hätte, hätte jemand angedeutet, jemand flüstere mir meine Worte nur ein. Meine Fähigkeit, auch kompliziertere Dinge in Worte zu fassen, war einer der wenigen Aspekte an mir, auf die meine Mutter wirklich stolz war und das genoss ich durchaus, auch wenn ich das sogar vor mir selbst nicht gerne zugab.

Da Emma allerdings nichts in diese Richtung sagte, konnte ich mich voll und ganz auf den Inhalt der Worte zu ihrem Bruder konzentrieren. Und der war auf jeden Fall besorgniserregend. Als sie erzählte, er liege im Krankenhaus, war ich gleichermaßen erschrocken und wütend, dass nur 10 Jahre nach dem letzten ideologisch motivierten Krieg (ja, ich war damals deutlich zu jung gewesen, um mich daran zu erinnern, aber ich hatte viel darüber gelesen) derartige Dinge geschahen. Ich empfand weniger Mitgefühl für den mir unbekannten Bruder (wer weiß, wie der in diese Situation geraten war) als vielmehr für Emma. Ich hatte zwar keine Geschwister, aber sollte ich derartige Nachrichten über meine Mutter erhalten... nicht auszudenken.
Obwohl ich also ehrliches Mitgefühl empfand, hatte ich keine Ahnung, was ich sagen sollte und blieb deshalb bei: "Das... tut mir wirklich sehr leid." Es war mir bewusst, dass ich mich damit wiederholte und ich verfluchte mich dafür. Eigentlich sollte Emma doch diejenige sein, die sich in dieser Situation unwohl fühlte. Aber ich traute mich nicht, irgendetwas anderes zu sagen, um sie nicht zusätzlich zu verletzen. Aber ich konnte auch nicht wie eine unempathische Steinsäule vor ihr stehen, also... Schließlich entschied ich mich für: "Ich hoffe, es geht ihm bald wieder besser." Das entsprach immerhin der Wahrheit und ich hoffte, dass man mir das auch anhörte. Immerhin konnte ich noch auf ihre Frage antworten mit einem unsicheren "Das.. ist wirklich kein Problem." Es mochte etwas förmlich klingen, aber ich wusste nicht wirklich, wie man es in einer derartigen Situation besser formulieren konnte. Es war das erste Mal, dass jemand mir derart Privates von sich erzählte.
"Willst du... ähm... willst du vielleicht ein Taschentuch?", fragte ich, immer noch stark verunsichert, in dem Versuch, irgendetwas Hilfreiches anzubieten und zog gleichzeitig eines aus meiner Umhangtasche. Immerhin hatte Emma gerade geweint und klang, als sei ihre Nase noch immer etwas verstopft davon, da kam es mir relativ sicher vor, ein Taschentuch anzubieten.

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