Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

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Arabella

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 08.05.2026 06:01

"Das war sicherlich spannend", reagierte ich mit einem typischen Smalltalksatz auf ihre Aufzählung der Länder. Ich jedenfalls hätte es spannend gefunden, all diese Deligierten zu treffen. Was ich auf ihren nächsten Satz sagen sollte, wusste ich nicht genau, also nickte ich nur. Er wich zu sehr von der gewohnten Förmlichkeit in diesen Kreisen ab, die oft auch zwischen meiner Mutter und mir herrschte.
Anschließend fragte sie mich, wie die Schule gewesen war, und ich wurde innerlich ein wenig nervös, zeigte das aber natürlich nicht. Sollte ich ihr gleich von meinem nicht ganz perfekten Zeugnis erzählen? Vermutlich war es besser so. Sie würde schon wütend genug sein, da war es ganz und gar nicht förderlich, wenn dieses Gefühl noch dadurch unterstützt wurde, dass ich sie angelogen bzw. ihr zumindest etwas verheimlicht hatte. "Zum mit Abstand größten Teil gut", antwortete ich also vorsichtig und setzte gleich noch hinzu: "Ich gehe davon aus, dass die Lehrer aller relevanten Fächer von mir angetan sind." Das entsprach immerhin der Wahrheit. Ich betrachtete den Flugunterricht von allen Fächern als mit Abstand am wenigsten relevant - wann sollte es schon notwendig sein, dass ich auf einem Besen flog? Es gab in der magischen Welt schließlich deutlich schnellere und allgemein relevantere Reisemöglichkeiten. Die einzige Angelegenheit, die Begabung im Besenflug voraussetzte war Quidditch (okay, in den USA zusätzlich Quodpot, wie ich natürlich wusste) und für meine geplante Karriere musste ich das nun wirklich nicht aktiv betreiben. Ganz abgesehen davon, dass es mich persönlich kein bisschen interessierte. Die Frage nach meinen Kontakten beantwortete ich mit: "Ich habe versucht zu erahnen, zu wem engerer Kontakt zukünftig sinnvoll sein würde, aber es hat sich noch nicht herausgestellt." Das war natürlich eine Umschreibung dafür, dass ich keine engeren Kontakte geknüpft hatte, und das würde meine Mutter selbstverständlich sofort durchschauen. Die Angst davor war mir äußerlich zwar nicht anzumerken, innerlich aber nur allzu präsent.

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Catherine

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Catherine am 08.05.2026 21:28

Als das Gespräch in Richtung Schule überging, entging es mir nicht, dass Arabella ihre Worte sorgsam wählte. Auch wenn ihre Mimik sachlich gehalten war, schien sie mit den Worten die nun offensichtlichen Wahrheit zu umgehen. Sie hatte keine Freundschaften oder engere Bekanntschaften geschlossen. "Dir ist klar, dass das erste Schuljahr besonders wichtig ist, um Kontakte zu knüpfen? Ich hatte dir mehrfach verdeutlicht, dass die ersten Kontakte den Grundstein für ein gesamtes Netzwerk bilden. Und du hast dir ein Jahr Zeit gelassen? Ein Jahr, in welchem deine Mitschüler schon einen Vorsprung ausgebaut haben. Ein Vorsprung, der mit der Zeit schwerer und schwerer aufzuholen ist. Während du es weiter hinauszögerst, sind die anderen dir schon um Meilen voraus. Ehe du dich versiehst, könnte es sein, dass die Netzwerke schon so gefestigt sind, dass du in keines mehr hineinkommst!" Meine Stimme war lauter geworden und hallte im Auto wieder. Die Finger fester um das Lenkrad geschlossen, atmete ich hörbar ein und aus. Eine Pause, die mich die früheren Worte Arabellas revue passieren ließ. 
Ich wandte meinen Blick zurück zu meiner Tochter und runzelte skeptisch die Stirn. "Was genau ist mit 'relevanten Fächern' gemeint?"

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 08.05.2026 21:52

Obwohl ich derartiges erwartet hatte, erschrak ich mich doch immer wieder, wenn meine Mutter lauter wurde. Ihre von den Wänden des Autos wiederhallende Stimme schüchterte mich ein, sodass ich es nicht wagte, sie anzusehen, als sie ihren kleinen Vortrag vervollständigte. Zum Glück musste sie ja wegen der Muggel auf die Straße gucken, sodass es nicht allzu unhöflich war, dass ich stattdessen auf meine in meinem Schoß verschränkten (ich wollte schließlich nicht riskieren, dass sie zu zittern anfingen) Finger starrte. Ich fragte mich, wie ich sie beruhigen konnte. Beinahe schon nebenbei beschäftigte es mich außerdem, ob sie mit ihren Worten recht hatte. Ehrlich gesagt konnte ich mir nicht vorstellen, dass irgendeine/r von den ChaotInnen in meinem Jahrgang irgendwann einmal einen wichtigen Kontakt darstellen könnte. Aber das zu sagen stufte ich als sehr unsicher ein und stattdessen sagte ich: "Ich werde mir nächstes Jahr besondere Mühe geben." Dabei bemühte ich mich um einen weiterhin sachlich-neutralen Tonfall, klang aber nichtsdestotrotz etwas kleinlaut. Etwas mehr Selbstbewusstsein lag in der Erwiderung auf ihre nächste Frage: "Alle Fächer außer Besenflug." Der Unterschied lag darin, dass ich hinter letzterer Aussage wirklich stand, während ich mir was die Kontakte anging nicht sicher war, ob meine Mutter nicht doch recht hatte.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Catherine am 08.05.2026 22:25

Arabella starrte auf ihre Finger. Hatte ich sie etwa eingeschüchtert? Vielleicht hatte sie die harte Wahrheit etwas abgeschreckt oder die Tatsache, dass ich laut geworden war. Doch hatte ich mit meiner Aussage nur ihr Bestes im Sinn. Ja, ich war als ihre Mutter - eine natürlich eine wichtige Anschprechperson - doch während der Schulzeit ein paar gleichaltrige zu haben mit denen man sich austauschen konnte, brachte einige Vorteile mit sich. Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich ihre Kontakte kennenlernen würde. So könnte ich ihr Umfeld besser einschätzen und müsste mir weniger Sorgen machen. Vielleicht sollte ich sie mit auf das ein oder andere öffentliche Event des Ministeriums nehmen, um mehr Übung in Sozialem zu bekommen?
Als Arabella auf meine Nachfrage bezüglich der sogenannten "relevanten Fächer" einging wurde ich hellhörig.
"Außer Besenflug?", wiederholte ich ihre Worte, nicht sicher, ob ich gerade richtig gehört hatte. Ich hätte es erahnen sollen, körperliche Aufgaben zählten nicht zu ihren definierteren Stärken. "Heißt das, du hast nur ein E in Besenflug? Du weißt, Besenflug bietet die Grundlage für viele Disziplinen. Körperhaltung", ich deutete auf ihre jetzige Haltung, "Kinn hoch! Wenn du später einmal Ballett belegst, wird man schlechte Flugkenntnisse nicht akzeptieren." 
Zu meiner Schulzeit war ich eine der Besten in Ballett und hoffte sie würde dort - sowie später auch in meiner Arbeit am Ministerium - in meine Fußstapfen treten. Immerhin war Ballett sehr angesehen und mit viel Förderung verbunden, doch dabei war Luftballett kein unwesentliches Element.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 08.05.2026 23:32

Natürlich ignorierte meine Mutter wieder den Teil meiner Aussage ("alle"), der positive Informationen über meine Schulleistungen enthielt. Allerdings war ich diese Reduktion auf meine negativen Eigenschaften bzw. meine in ihren Augen unbefriedigenden Leistungen schon so gewohnt, dass es mir überhaupt nicht auffiel, geschweige denn mich überraschte. Os in allen Fächern waren der Grundanspruch, der an mich gestellt wurde, und vielleicht - nicht, dass mir das bewusst wäre - war das auch einer der Gründe, warum ich mir so schwer damit tat, in anderen als zukünftig erfolgreiche Menschen lohnenswerte Bekanntschaften zu sehen.
Als sie mir befahl, mein Kinn zu heben, tat ich das, allerdings ohne meine Finger zu lockern oder sie anzusehen. Stattdessen starrte ich mit verkrampften Händen nach vorne auf die Straße. "Meine Fähigkeiten im Flugunterricht wurden mit einem A bewertet", gestand ich in dieser Haltung leise, voller Angst vor der Reaktion, die mich gleich erwarten würde. Zum Thema Ballett sagte ich erst einmal nichts. Ich wusste zwar, dass meine Mutter herausragend darin gewesen war und mit Sicherheit nichts anderes von mir erwartete, doch ich hatte trotzdem irgendwie gehofft, dass ich darum herum kommen würde. Denn ich schätzte meine Fähigkeiten durchaus realistisch ein, womit mir klar war, dass ich ihre Erwartungen auf diesem Gebiet nicht würde erfüllen können. Zum Glück war es ja noch ein Jahr, bis ich mich für meine Wahlfächer entscheiden musste, sagte ich mir. Vielleicht würde mir bis dahin eine Lösung einfallen. Auch wenn mir das insgeheim unwahrscheinlich vorkam.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Catherine am 09.05.2026 19:38

Arabellas Worte hingen in der Luft und es dauerte eine Weile, bis ich diese verarbeitet hatte. "Was war das? Ein A? Soll das ein schlechter Scherz sein? Wenn ja, ist das nicht einmal ansatzweise lustig."
Ich sah entrüstet zu Arabella hinüber, ihr Blick nach vorne gerichtet hatte, die Finger immernoch fest ineinander verschweißt. Ein Anflug von Schwäche. Kein Anzeichen daran, dass das alles als Scherz gemeint war. Es dämmerte mir, das Arabella in Besenflug wirklich mit einem A bewertet wurde - meine Tochter!
"Dir ist klar, dass diese Note nicht verbesserbar ist? Das war dein einziges Schuljahr mit Besenflug, und du hast deine Note in den Sand gesetzt?"
Frustriert massierte ich meine Schläfe. "Ich hoffe du weißt, dass du Mist gebaut hast? Auch eine schlechte Note in 'nicht relevanten Fächern' wie Besenflug kann dir deine Zukunft verbauen. Es ist ein Basis Skill, der beherrscht sein muss!"
Das Auto kam ruckartig zum Stehen als es in unsere Einfahrt beim Mechelsensteenweg einparkte. Ich blieb zunächst sitzen, um die schlechten Nachrichten zu verarbeiten und meine Nerven zu beruhigen. Eine unangenehm Stille hing über uns.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 09.05.2026 22:09

Ich saß weiterhin mit geradeaus gerichtetem Blick und verkrampften Fingern da. Es war ja nicht so, als könne ich die Reaktion meiner Mutter nicht verstehen. Mir war durchaus bewusst, dass viele (auch für meine Zukunft relevante) Menschen Fähigkeiten im Besenflug als wichtig einstuften. Ich konnte nur hoffen, dass ich darum herum kam, dass diese meine Note in diesem Fach erfuhren, da es bei späteren Bewerbungen ja nicht nötig war, das Erstklasszeugnis mit einzureichen. Nicht, dass dieses Argument meine Mutter auch nur ansatzweise beschwichtigen würde, da machte ich mir keinerlei Illusionen. Ihren entrüsteten Blick konnte ich auch spüren, ohne ihr tatsächlich ins Gesicht zu sehen. 
"Das ist mir bewusst", antwortete ich schlicht auf ihre kurze Rede. Es kam selten vor, dass ich nicht wusste, was ich sagen sollte - eigentlich hatte ich immer zumindest einen sachlichen Kommentar zum Thema auf den Lippen -, aber jetzt war die Situation eingetreten. Alle Erwiderungen, die mir einfielen, hätten die Sache nur noch schlimmer gemacht, da war ich mir sicher. Als wir zu Hause ankamen blieb ich ebenso wie meine Mutter im Auto sitzen; es war ein unausgesprochenes Gesetz zwischen uns, dass sie zuerst ausstieg und ich ihr folgte, wie bei so vielen Anlässen.

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Catherine am 09.05.2026 22:44

In Gedanken ging ich alle möglichen Szenarios durch - die möglichen Konsequenzen, die schlechte Besenflugfähigkeiten mit sich ziehen könnten. Natürlich müssten sie nicht eintreffen, aber ich wollte das Risiko jedes schlechten Ausgangs für meine Tochter minimieren, damit man ihr später nichts vorwerfen konnte.
Ich musste mich beruhigen, also schloss ich die Augen und atmete tief durch. Es war eine suboptimale Ausgangssituation, aber nichts, was man nicht repariert könnte. Man musste nur mehr Arbeit hineinstecken. 
Ohne Arabella anzusehen unterbrach ich die Stille.
"Es ist nicht mehr viel Zeit, bis ich wieder in die Arbeit muss. Du kannst die Zeit meiner Abwesenheit sinnvoll nutzen und dich nach einer guten PrivatlehrerIn für Besenflug suchen. Du kannst deine Ferien dann nutzen, um deine Fähigkeiten im Besenflug zu perfektionieren. Solche Bemühungen machen sich gut im Lebenslauf." 
Ohne auf ihre Antwort zu warten, stieg ich aus dem Auto und ging auf unseren Apartmentkomplex zu. Ich wusste, dass sie mir jetzt nicht widersprechen würde. 

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Arabella am 10.05.2026 12:22

Die Aussicht, meine Ferien damit zu verbringen Besenflug zu üben - auch wenn es, dem Statut zur Geheimhaltung der Magie zuliebe, wohl nur die Nächte sein würden -, war alles andere als schön für mich. Nicht, dass ich stattdessen hätte faulenzen wollen. Selbstverständlich nicht. Doch es warteten allerlei interessante Bücher darauf, von mir durchgearbeitet zu werden: zum einen waren da die Schulbücher der vierten Klasse, bei denen ich mittlerweile angekommen war (auch, wenn ich natürlich auch die für die zweite Klasse noch einmal durcharbeiten würde, nur zur Sicherheit), zum anderen allerlei Lesestoff mit Inhalten, die der Lehrplan nicht abdeckte. Und zugegebenermaßen auch ein paar Romane. Dennoch hatte meine Mutter natürlich recht. Einerseits wusste ich, dass es tatsächlich sinnvoll sein würde, bessere Fähigkeiten im Besenflug zu erlangen (obwohl ich zugegebenermaßen daran zweifelte, dass mir das tatsächlich gelingen würde, aber ich musste es versuchen), andererseits würde ich mich nach einer solchen Standpauke ganz gewiss nicht trauen, ihr zu widersprechen. 
"Das werde ich tun", stimmte ich ihr also wie erwartet zu, während ich ausstieg und ihr mit dem Eulenkäfig in der Hand* zur Tür folgte. Drinnen angekommen holte ich möglichst schnell mein Zeugnis aus dem Koffer, legte es auf den Küchentisch und bat: "Kannst du das bitte noch unterschreiben?" Ich schätzte es als geschickter ein, das jetzt zu tun, wo das Thema Noten noch frisch war, als Zeit verstreichen zu lassen und es noch einmal von vorne durchzudiskutieren.

*ich nehme an, Catherine hat sich trotz allem dazu erbarmt, den Koffer hinter sich her schweben zu lassen xD

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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren

von Catherine am 14.05.2026 21:53

Der Weg zur Appartmenttür erschien mir ungewöhnlich lang, während ich den Koffer schweigend hinter mir herschweben ließ. Der Appartmentkomplex, in dem wir lebten, war hauptsächlich von Zaubererfamilien bewohnt. Ich hatte Arabella und mir hier unser eigenes Zuhause aufgebaut, um uns von meinen Eltern zu distanzieren. Ab und an besuchten uns mein Bruder, nie aber meine Eltern. Wenn überhaupt, waren wir bei ihnen zu besuch. Vor der Tür angekommen, hielt ich meinen Zauberstab an das Schloss und die Tür schwang auf. Meine anfängliche Frustration über Arabellas Versagen in Besenflug, hatte sich mittlerweile etwas gelegt. Es beruhigte mich, dass Arabella Flugstunden nehmen würde. Hoffentlich würde das für ausreichen, um das A in Besenflug auszugleichen. Nachdem ich Ihren Koffer im Flur abgestellt hatte, kratzte ich meinen Raben, Seraphin, zur Begrüßung unterm Kinn und begab mich anschließend zum Tisch, um Arabellas Zeugnis wortlos zu unterschreiben. Als mein Blick über die Zahlreichen Os streifte, konnte ich einen Hauch von Zufriedenheit verspüren, der perfekt gewesen wäre, würde dieses eine A nicht so sehr herausstechen. Vielleicht war ich etwas zu streng mit ihr, aber Disziplin in ihrer Erziehung würde das Maximum an ihren Leistungen herausholen und sie später weiterbringen. Ich seufzte und begab mich ins Bad, um mich auf das Essen im Ministerium vorzubereiten. Ich zog mir ein schlichtes Kleid über und kombinierte es mit einem feinen Halstuch, das etwas Farbe in die Komposition brachte. In der Politik war es wichtig dem Anlass entsprechend und schlicht gekleidet zu sein, aber man durfte nicht in der Menge untergehen. "Wie findest du das, Arabella?", fragte ich meine Tochter um Rat, während ich meine Haare richtete. Viel Zeit blieb mir nicht mehr.

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