Krankenflügel

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Cale

30, Weiblich

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Horned Serpent Ilvermorny Abschluss angestellt Halbblut HeilerIn SeherIn O.K.

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Krankenflügel

von Cale am 10.05.2026 20:38

Ich saß in der kleinen Ecke des Krankenflügels, die ich zu meinem Labor umfunktioniert hatte - es waren sowieso so gut wie nie alle Betten belegt und bei einer größeren Katastrophe, welche während meiner Zeit hier glücklicherweise (noch? hoffentlich würde ich es vorhersehen, sollte es jemals so weit kommen) nicht eingetreten war; abgesehen davon war die kleine Umgestaltung natürlich mit den anderen HeilerInnen und der Schulleitung abgesprochen - und arbeitete an einem Trank, der ungewollte Visionen im Zaum halten sollte. Noch war ich dabei, die eigentliche blockierende Wirkung auszutüfteln, doch am Ende sollte es möglichst so funktionieren, dass die Vision dann kam, wenn die Wirkung des Trankes nachließ. Somit sollte sie eher aufgeschoben als vollständig blockiert werden; schließlich konnten Visionen durchaus ihre positiven Seiten haben. Nur kannte ich als Seherin eben auch deren verstörende Wirkung, wenn sie einen plötzlich übermannten und einem allzu grausame Bilder zeigten. Die Forschung war also nicht ganz uneigennützig, aber dennoch gesellschaftlich relevant genug, dass ich Anerkennung dafür bekommen würde, sollte sie jemals zu einem brauchbaren Ergebnis führen.

      

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Hermine

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Gryffindor Hogwarts Abschluss Lehrkraft muggelstämmig O.K.

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Re: Krankenflügel

von Hermine am 13.05.2026 20:53

Hermine war sehr wohl bewusst, dass sie auf sich achten musste. Gerade jetzt. Und dennoch brauchte es einige Überredungskünste eines Kollegen, der auch nur zufällig in die Situation hineingestolpert werde. Eigentlich wollte Hermine schlichtweg die magischen Tierwesen besuchen und erkunden. Während ihrer Hogwartszeit hatte sie das Fach Pflege magischer Geschöpfe sehr gemocht. Es war eines der wenigen Fächer, die ziemlich entspannt waren. Sofern man ein Herz für Tiere hatte. Und das hatte Hermine durchaus. Zwar hatte sie kein Talent im Umgang mit Tierwesen und dennoch stellte sie sich nicht ungeschickt an, wenn es um die Pflege und Ähnliches ging. Zumindest war es bis jetzt der Fall gewesen. Nun aber hatte sie eine kleine Bisswunde. Wahrscheinlich nichts tragisches, wie sie selbst beurteilte. Auch, wenn sie die Bisswunde gerne einfach selbst schnell verbunden hätte, hatte sie sich auf Raten eines Kollegen, dann doch Krankenflügel besucht. Es war recht still, was nur heißen konnte, dass kaum etwas los war. Diese Tatsache war eigentlich eine gute Tatsache. Hermine sah sich langsam und leise um. Schließlich wollte sie nicht unnötig laut sein. Man konnte nie wissen, wer mit welcher Verletzung doch in einem Bett lag. Sie wusste, wen sie suchte. Also kam ein kleines aber gut hörbares:"Cale? Bist du da?" Abwartend blieb sie stehen und wartete auf eine Antwort. 

 
My bad habits lead to late nights endin'  a l o n e. Conversations with a stranger I barely know.
                        Swearin' this will be the  l a s t, but it probably won't. I got nothin' left to lose, or use, or do.

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Cale

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Horned Serpent Ilvermorny Abschluss angestellt Halbblut HeilerIn SeherIn O.K.

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Re: Krankenflügel

von Cale am 14.05.2026 01:56

Als ich meinen Namen hörte, sah ich sofort auf. Es war zwar ärgerlich, meine Forschungen unterbrechen zu müssen, aber selbstverständlich war ich mir dessen bewusst, dass meine Tätigkeit als Heilerin vorging, wenn ich Dienst hatte, und das war momentan der Fall. Ich legte also die Pflanze weg, die ich gerade in der Hand hatte, und kam hinter der Abtrennung hervor. Sogleich erblickte ich meine Kollegin Hermine, mit der ich bisher recht wenig zu tun gehabt hatte, die bei dem wenigen allerdings immer einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen hatte. Abgesehen davon natürlich, dass sie eine kleine Berühmtheit war, und das nicht umsonst. Immerhin hatte sie Harry Potter dabei geholfen, Voldemorts Horkruxe zu zerstören. Obwohl ich schwarzer Magie nicht ganz so abgeneigt war wie ich es vielleicht sein sollte (was ich natürlich nicht öffentlich kundtat), war ich doch gegen Reinblutextremismus und gegen eine Welt, wie dieser spezifische Schwarzmagier sie hatte gestalten wollen.
"Ich bin hier", machte ich mich also in professionell-freundlichem Tonfall bemerkbar, während ich auf sie zuging und sie nach Anzeichen von Krankheiten oder Verletzungen abscannte. Fast sofort blieb mein Blick an ihrer Hand hängen, wo sich eine kleine Bisswunde befand. "Was ist denn passiert?", wollte ich geschäftig wissen, während ich bereits mit einem Schlenker meines Zauberstabs Equipment zur Wundreinigung auf einen Tisch in der Nähe schweben ließ. Bisswunden sollte man immer erst säubern, bevor man sie verband oder - je nachdem, welches Wesen dafür verantwortlich war - sie sich schließen ließ.

      

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Hermine

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Gryffindor Hogwarts Abschluss Lehrkraft muggelstämmig O.K.

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Re: Krankenflügel

von Hermine am 14.05.2026 17:18

Hermine war sichtlich erleichtert als sie eine Antwort bekam. Und dann auch noch von der Person, die sie erhofft hatte. Cale und Hermine waren Kolleginnen und kannte sich bisher nicht all zu gut. Hermine kannte Cale jedoch bereits so gut, dass sie wusste, dass Cale in ihrem Beruf genau richtig war und daher hatte sie zu ihr blindes Vertrauen. Die Braunhaarige folgte also Cales Stimme und hatte sie auch bald erreicht. Um ehrlich zu sein sah Cale recht beschäftigt aus, woraufhin Hermine ihr Gesicht entschuldigend verzog. "Glaub mir, ich wäre nicht hier, wenn unser werter Kollege ...", fing sie an, verstummte aber recht schnell. Sie wollte ihrem Kollegen, der es ja nur gut mit ihr meinte, nicht anprangern. Eigentlich musste Hermine sich glücklich schätzen, Kollegen zu haben, die sich um sie sorgten. "Es ist eine Bisswunde. Es war ein Hodag.", berichtete die ehemalige Gryffindor dann und versuchte dabei ruhig zu bleiben. Es entwich ihr ein Seufzer. "Aber ich bin selbst schuld.", fuhr sie fort,"ich hätte mehr Geduld haben sollen. Ich konnte den Besuch bei den Mondkälbern nicht abwarten und war vorher bei ihnen." Zwar war Pflege magischer Geschöpfe nie Hermines Lieblingsfach gewesen, doch hätte sie durchaus wissen müssen, dass Hodags die Geruch von Mondkälbern nicht widerstehen können und alles, was danach riecht als ihre Beute ansehen. Es brachte jedoch rein gar nichts, sich jetzt Vorwürfe zu machen. Hermine streckte Cale ihre verletzte Hand hin. "Ich weiß, dass du eine fantastische Heilerin bist. Daher bin ich mir sicher, dass du weißt, was zu tun ist.", sagte sie und hatte dabei ein zuversichtliches Lächeln auf den Lippen. 

 
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Cale

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Re: Krankenflügel

von Cale am 15.05.2026 11:15

"Es ist gut, dass du hier bist", meinte ich beschwichtigend auf Hermines begonnene Rechtfertigung und meinte es auch so. Hätte sie die Wunde einfach verbunden, ohne sie vorher zu reinigen, hätte sie eine Infektion riskiert, die zum einen unangenehm für sie geworden und zum anderen auch schwerer für mich zu behandeln gewesen wäre. "Setz dich bitte da drüben hin", fügte ich hinzu und gestikulierte in Richtung des Stuhls, der an dem Tisch stand, auf dem sich meine Materialien inzwischen befanden.
Ihre Schilderung löste in mir kurzzeitig Verwunderung aus. "Ein Hodag außerhalb des Reservats in Rhinelander?", verbalisierte ich meine Gedanken, während ich die Verletzung näher untersuchte. Ich hatte meinen UTZ in Pflege magischer Geschöpfe nicht umsonst mit einem O abgeschlossen und wusste genau über das Geschöpf bescheid, das Hermine gebissen hatte, weshalb ich auch über ihre Schilderung bezüglich der Mondkälber nicht sonderlich überrascht war. Damals hatten wir eine Exkursion in besagtes Reservat unternommen und unter anderem eine Fütterung miterlebt. 
"Danke", erwiderte ich höflich auf Hermines Aussage hin, ich sei eine fantastische Heilerin und wisse sicher, was zu tun sei. Da ich mir meiner selbst ziemlich sicher war (allerdings auch zurecht), zog ich sie nicht in Zweifel. "Wir müssen sie reinigen", erklärte ich kurz darauf und begann, genau das zu tun. Bei der Berührung führte ich beinahe automatisch ein paar körperliche Grunduntersuchungen durch - es ging einem in der Heilausbildung in Fleisch und Blut über, zumindest mir. Kurz war ich überrascht über das, was ich erfuhr, doch das Gefühl währte nicht lange, da ich wusste, dass Hermine verheiratet war und bereits eine Tochter hatte. "Du bist schwanger, oder?", wollte ich wissen, wobei es eigentlich eine rhetorische Frage war. Ich war mir dessen, was ich gefühlt hatte, ziemlich sicher. Natürlich hatte ich zuvor routinemäßig einen Zauber über uns gelegt, der es anderen unmöglich machte zu hören, was wir sagten. Immerhin war ich mir meiner Schweigepflicht bewusst.

      

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Hermine

27, Weiblich

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Gryffindor Hogwarts Abschluss Lehrkraft muggelstämmig O.K.

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Re: Krankenflügel

von Hermine am 15.05.2026 19:46

Sie nickte und folgte Cales Anweisung, sich zu setzen. Ruhig zeigte sie der Heilerin dann die Bisswunde und lauschte nebenbei dem Cales Gesagten. "Oh. Das ist eigentlich ganz einfach. Man erklärte mir, es gäbe eine Sondergenehmigung für den Unterricht.", erklärte Hermine,"auch, wenn das Wohl der Tiere mir sehr am Herzen liegt, war es zugegeben nie mein Lieblingsfach. Und dennoch sind mir einige der Tierwesen dann doch im Gedächtnis hängen geblieben." Sie biss sich auf die Unterlippe. "Naja .. ich muss gestehen, dass ich es besser hätte wissen müssen. Aber der ganze Unterrichtsstoff war dann doch etwas viel.", gestand sie. Auch, wenn sie immer fleißig war und gelernt hatte. Einige Fächer waren rein Lernfächer. Hätte Hermine ein besonderes Interesse an Tierwesen gehabt, ja dann wohl durchaus mehr aus dem Unterricht noch in ihrem Wissen. 
"Oh, nicht dafür.", meinte Hermine und nickte als Cale die Reinigung der Wunde ansprach. Und sie war sich bewusst, dass das nun durchaus wehtun konnte. Aber da musste die Braunhaarige nun durch. Zumal Hermine bereits weitaus schmerzhafteres hinter sich hatte. Die Frage kam dann doch unerwartet, was man Hermine auch deutlich ansah. Kurz dachte sie darüber nach, zu lügen. Aber das war nunmal nicht ihre Art. Hermine mochte Cale und wollte es sich nicht mit ihr verscherzen. "Es bringt wohl nichts, wenn ich deine Frage nun mit einem Nein beantworte. Richtig?!", sagte sie und musste dann etwas schmunzeln,"hast du dafür einen sechsten Sinn oder Ähnliches?" Cale wurde von Hermine musternd angesehen. "Es wäre wünschenswert, wenn .. das unser kleines Geheimnis bleiben würde, damit es mein Ehemann von mir und keinem anderen erfährt.", bat Hermine,"ich weiß es noch nicht lange und bisher fehlte der richtige Moment." Das verstand ihre Kollegin sicher. 

 
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Cale

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Re: Krankenflügel

von Cale am 16.05.2026 00:17

"Ah", erwiderte ich auf die Information hin, warum der Hodag sich in Ilvermorny befunden hatte. Es hatte mich wirklich interessiert, doch mit Hermines Aussage hielt ich das Thema für abgeschlossen, auch wenn ich mich innerlich fragte, warum man jetzt wohl das Tierwesen hierher holte statt die SchülerInnen zu ihm zu bringen. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass aktuell so viele Austauschschüler in Ilvermorny waren. "Das ist verständlich", meinte ich dann, als Hermine meinte, der ganze Schulstoff sei dann doch etwas viel gewesen. Bei Menschen, die mir sympathisch waren, gab ich mir durchaus Mühe, ein wenig Empathie aufzubringen.
Ich fuhr damit fort, vorsichtig die Wunde zu reinigen, während ich die Frage mit der Schwangerschaft stellte. Trotzdem sah ich kurz auf, als ich nach einem anderen Wundreinigungsmittel griff, wobei mein Blick auch auf Hermines erschrockenes Gesicht fiel, anhand dessen ich mir schon denken konnte, dass sie bisher nicht sonderlich offen mit der Schwangerschaft umgegangen war. Ihre nächste Frage bestätigte das und löste bei mir ebenfalls leichte Belustigung aus. Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf. "Nein", erklärte ich dann, als sie wissen wollte, ob ich einen sechsten Sinn für Schwangerschaften habe, "ich führe nur einen grundlegenden körperlichen Check bei allen meinen Patienten durch. Dabei fällt sowas dann auch auf."
"Natürlich", sicherte ich ihr zu, als sie mich bat, ihren derzeitigen Zustand geheimzuhalten. Abgesehen davon, dass ich meine Schweigepflicht durchaus ernst nahm, hatte ich auch niemanden, dem ich davon hätte erzählen wollen. Ich war keine Tratschtante. Dass sie es ihrem Mann noch nicht erzählt hatte, wunderte mich allerdings schon ein bisschen. Aber es ging mich nichts an, weshalb ich nur verständig nickte auf die Information, es habe bislang der richtige Moment gefehlt. 

      

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Hermine

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Re: Krankenflügel

von Hermine am 17.05.2026 09:29

"Hmm, so ein sechster Sinn wäre doch recht praktisch.", murmelte Hermine dann und wirkte etwas nachdenklich,"jenachdem, was es für ein Sinn ist, könnte er aber auch Fluch oder Segen sein." Könnte man zum Beispiel Gedanken lesen, wäre das einerseits praktisch, da derjenige gegenüber nie lügen könnte. Andererseits könnte die Wahrheit, also die Gedanken, auch verletztend sein. Hermine schaute Cale bei ihrer Arbeit zu. Viel mehr konnte sie gerade auch nicht machen. Ihr war bewusst, dass sie ruhig sein musste, damit Cale ihre Arbeit ohne weitere Komplikationen machen konnte. Ihre Handgriffe waren präzise und wirkten so, als ob sie genau wusste, was sie tat. "Die Frage klang dennoch so, als ob du die Antwort bereits wissen würdest.", teilte die ehemalige Gryffindor mit,"du hast und brauchst sicherlich eine gute Menschenkenntnis." Das war durchaus eine praktische Eigenschaft, wie Hermine fand. 
Dankbar sah sie die Heilerin dann an, als sie versicherte, dass die Schwangerschaft erstmal bei ihr sicher verwahrt war. Natürlich musste Hermine ihr auch Vertrauen entgegenbringen. Ihr war aber auch bewusst, dass sie als Heilerin nicht alles an andere weiter tragen durfte. Für jemanden, der das mit Leidenschaft tat, hielt Hermine Cale jedoch auch nicht. 
"Ich sollte dich das nächste Mal mitnehmen, wenn ich mal wieder das Bedürfnis habe, die magische Tierwesen zu besuchen.", sagte sie und musste dabei leicht lächeln. Ihr war nicht entgangen, dass Cale sich auch gut mit Tierwesen auskannte. "In Büchern steht so viel Wissen.", sprach sie weiter und wurde dabei etwas ernster,"aber längst nicht alles und Theorie und Praxis können ziemlich weit voneinander entfernt sein." Hermine verbrachte damals beinahe ihre kompletten Ferien fürs Lernen. Somit war sie dem Unterricht jedes Jahr aufs Neue weit voraus. Jedoch mussten dafür ihre Freundschaften zurück stecken. Heutzutage wünschte sie sich, sie hätte den ein oder anderen Tag doch lieber mit ihren Liebsten verbracht. 

 
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Cale

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Re: Krankenflügel

von Cale am 17.05.2026 12:36

Als Hermine von einem 'sechsten Sinn' zu sprechen begann, musste ich sofort an mein seherisches Talent denken, das ja durchaus manchmal als ein solcher bezeichnet wurde. "Allerdings", antwortete ich mit Überzeugung auf ihre Überlegung, er könne Fluch und Segen zugleich sein. Da ich seit meiner Kindheit von teilweise traumatischen Bildern gequält wurde, war mir die 'Fluch' Seite nur allzu bekannt. Trotzdem war mir als intelligente Person natürlich klar, dass die Visionen im Idealfall das Eintreten besagter traumatischer Vorkomnisse verhindern konnten. Nur leider war mir ein solcher Nutzen bisher verwehrt geblieben. Obwohl ich beispielsweise den Tod meines Großvaters vorhergesehen hatte, hatte ich ihn nicht verhindern können (er war an einer Krankheit gestorben, für die es weder Prävention noch Heilung gab). Andere Visionen, zum Beispiel von einem Autounfall, waren einfach zu unspezifisch gewesen, um irgendetwas dagegen zu tun, dass sie zur Realität wurden.
"Das stimmt, eine gewisse Menschenkenntnis ist als Heilerin unabdinglich", stimmte ich Hermine zunächst zu, als sie meinte, ich habe und brauche eine solche. Obwohl ich viel Zeit alleine verbrachte, hielt ich mich für durchaus brauchbar auf diesem Gebiet. "In diesem Fall hat mein Wissen aber nichts damit zu tun", gab ich zu und fügte zugleich die entsprechende Erklärung an: "Es ist vielmehr so, dass ich bei der Untersuchung den zweiten Organismus spüren kann, der in dir heranwächst."
"Vielleicht, wenn ich sowieso eine Zutat für meine Heiltränke benötige", reagierte ich etwas ausweichend auf Hermines Plan, mich zu den magischen Tierwesen mitzunehmen. Hätte ich eine ernsthafte Gefahr (im Sinne von: für ihr Leben) gesehen, hätte ich vielleicht zugestimmt, aber so schien mir meine Zeit, die ich immerhin auch für meine Forschungen verwenden könnte, zu schade. "Das ist wahr", antwortete ich dann auf ihre Aussage, Theorie und Praxis könnten weit voneinander entfernt sein. Da es doch etwas unhöflich gewirkt hätte, hätte ich es dabei belassen, fügte ich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben hinzu: "Deshalb bin ich froh, dass die Ausbildung zur Heilerin zum größten Teil in der Praxis stattfindet." Ich hätte mir selbst zwar auch zugetraut, alles nötige aus Büchern zu lernen, aber dass es so einfacher war, war mir doch bewusst.

      

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Hermine

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Re: Krankenflügel

von Hermine am 17.05.2026 16:50

Sie lauschte immer wieder Cales Gesagtem und merkte dann doch, dass sie wohl eher nun Ruhe um zu arbeiten brauchte. Oder einfach generell jemand war, der nicht all zu viel sprach. Eventuell, weil man andere Personen eher mied oder selbst lieber gemieden wurde. Ganz so schlau war Hermine aus der Heilerin noch nicht geworden. Cale war nicht direkt abweisend. Ihre Antworten waren stets höflich aber kurz. Sie schien eher abgelenkt. Zumindest in ihren Gedanken. Natürlich konnte das auch täuschen. Hermine wollte Cale jedoch wirklich nicht weiter stören oder gar nerven. Daher schwieg sie einen Moment und ließ sie ihre Arbeit machen. Die Hangriffe waren weiterhin präzise und zielgerichtet. Sie wusste genau, was sie tat und brachte genau das auch rüber. Das gab Hermine durchaus Sicherheit und bestätigte sie darin, dass Cale gut in dem war, was sie da tat. 
"War die Ausbildung zur Heilerin denn sehr schwer?", fragte sie mit einem neurigen Blick und unterbrach somit die Stille. Die Braunhaarige konnte durchaus auch mal Stille ertragen. Und dennoch wollte sie nun nicht die ganze Zeit stillschweigend da sitzen. "Es ist ein Beruf, der viel mit auswenig Lernen nach Lehrbuch zu tun hat, aber gleichzeitig auch Geschick in der Praxis verlangt und außerdem auch etwas soziales Verhalten vordert.", mutmaßte Hermine wobei ihr Blick eher nachdenklich wirkte. Natürlich gab es Personen, die mehr oder weniger gut in ihrem Beruf waren. Und nicht jeder konnte alles abdecken, was in einem Beruf von einem verlangt wurde. Sonst wären alle Heiler und alle Lehrkräft ja gleich gewesen und das wiederum war dann doch recht langweilig. 

 
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