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Re: Finnley & Nevenka | Welcome to Ilvermorny (Fortführung)
von Finnley am 15.05.2026 15:49"Es mag einen kleinen Vorteil beim Verteidigen geben, wenn man sich mit den dunklen Künsten auskennt", gab ich zu. Ich war ja nicht vollkommen resistent gegen jegliche Argumentation. "Aber es klappt auch so. Immerhin hat Harry Potter den bedeutendsten Schwarzmagier unserer Zeit besiegt, und er wurde in Hogwarts auch nicht in dunkler Magie unterrichtet", fuhr ich allerdings fort. Zumindest hatte ich gelesen, dass Durmstrang die einzige Zauberschule war, in der dunkle Künste unterrichtet wurden.
Nevenkas nächstes Argument brachte mich zum ersten Mal ein wenig ins Grübeln. Es stimmte schon, dass es sicherlich gefährlicher war, allein mit dunkler Magie zu experimentieren als sie gleich richtig beigebracht zu bekommen. Dennoch war letzteres aus meiner Sicht einfach zu gefährlich. Außerdem... "Ich glaube nicht, dass so viele versuchen, sich das selbst anzueignen - es ist schließlich auch verboten in Amerika", meinte ich kritisch. "Man kommt hier auch nicht so leicht an Anleitungen für den Bereich", erzählte ich Nevenka für den Fall, dass das in ihrem Heimatland anders war. Musste es ja fast, wenn sie tatsächlich Unterricht in Dunklen Künsten bekamen. Jedenfalls war ich mir ziemlich sicher, dass die Einfuhrgesetze der USA verhinderten, dass man entsprechende Bücher importieren konnte.
Ich bekam durchaus mit, dass Nevenka an der Geschichte über die gehörnte Schlange nicht mehr besonders interessiert schien, was meine Selbstzweifel hervorrief. Hatte ich sie nicht spannend genug erzählt? Eigentlich fanden die meisten, die ich kannte, die Gründungsgeschichte von Ilvermorny interessant, zumindest, solange sie sie nicht auswendig lernen mussten. Da ich nun aber nichts mehr daran ändern konnte, beantwortete ich rasch ihre Frage: "Ja, das Juwel der gehörnten Schlange hat bei mir auch geglüht und der Pukwudgie hat seinen Pfeil gehoben. Aber ich habe mich für den Donnervogel entschieden, weil mich die Idee, dass die Seele des Menschen repräsentiert wird, am meisten angetan hat." Bei ihr hatten ja der Donnervogel und der Wampus Interesse geäußert, wie ich mich erinnerte. Um also das Gespräch aufrecht zu erhalten, fragte ich: "Und warum hast du dich für den Donnervogel entschieden?"
In der Zwischenzeit waren wir am Waldrand angekommen und ich war wieder ganz in meinem Element, als ich zu erklären begann: "Das ist der Wald. Der Pfad da führt zu einer kleinen Lichtung. In der Richtung geht es zu den Gewächshäusern und das da ist der Weg zur Eulerei. Da drüben befindet sich das Grab von Isolt Sayre." Dann fügte ich noch etwas unsicher hinzu: "Ich würde dir jetzt noch das Quodpotfeld zeigen, wenn du Lust hast..." Persönlich konnte ich Quodpot zwar (wie den meisten Sportarten) nichts abgewinnen, aber ich wusste, dass das bei den meisten Jungs meines Alters anders war. Bei den Mädchen war ich mir da wie bei so vielen Sachen nicht so sicher, aber ich ging grob davon aus, dass auch der Großteil von ihnen sich für den Sport begeistern ließ.

Re: Finnley & Nevenka | Welcome to Ilvermorny (Fortführung)
von Nevenka am 15.05.2026 13:45Finnleys Argumentation überzeugte mich ehrlich gesagt kein bisschen. "Aber wie wollt ihr euch denn gegen etwas verteidigen, von dem ihr nur irgendwann mal theoretisch was gehört habt?", meinte ich deshalb. Gerade weil uns praktisch vorgeführt wurde, was möglich war, lernten wir immerhin erst, wie man in der Situation am besten reagierte.
"Und außerdem ist das doch dumm, sich etwas zu verwehren, nur weil es gefährlich sein kann. Und macht's das nicht noch gefährlicher, wenn es nicht richtig unterrichtet wird, sondern man's sich irgendwie unsicher selbst aneignet?", fügte ich noch überzeugt, aber etwas nachdenklicher hinzu. Dass es eventuell unhöflich rüberkam, dass ich Finnleys Ansicht mehr oder weniger als 'dumm' bezeichnet hatte, bedachte ich nicht wirklich. Stattdessen sprach ich meine Gedanken ziemlich frei heraus. Nur auf Geschäftsevents meines Vaters riss ich mich ein wenig mehr zusammen und bemühte mich, ein paar Manieren aufzusetzen. Bemühte, wohlgemerkt. Wenn ich gut drauf war.
Und ich glaubte ja wirklich, was ich sagte. Lieber gut beigebracht, als dass alle mit gefährlichem Halbwissen irgendwelche Rituale hinnuschelten, weil sie neugierig waren und dann unwiderruflichen Schaden anrichteten. Das Fach "Dunkle Künste" hatte mir meistens auch abgesehen davon einfach Spaß gemacht. Das Ganze hatte schon seinen Reiz. Und tatsächlich waren mir Flüche auch immer schon relativ leicht gefallen.
Parsel, wie das die Ilvermornygründerin gesprochen hatte, klang irgendwie im ersten Moment cooler als es vermutlich tatsächlich war. Was hatten Schlangen denn groß zu sagen? Konnten Tiere überhaupt weiter denken als 'Fressen' und 'Schlafen'? Und generell nahm ich die anderen Infos noch zur Kenntnis, aber war dann doch schnell gelangweilt. Der aufregende Teil schien vorbei zu sein. Und Geschichtliches war einfach so öde. Geschichte der Zauberei hatte ich auch mit Abstand in Durmstrang am meisten geschwänzt. Vielleicht konnte ich den Trend hier fortführen.
Ich folgte Finnley also einen großen Weg entlang von der Eingangspforte zu den Ländereien und ließ ihn reden. Damit er mich allerdings nicht mit noch mehr Geschichtsgedöns zutextete, stellte ich rasch noch eine Frage, die mich tatsächlich so ein bisschen interessierte. Dieses Haussystem kannte ich ja so auch gar nicht. "Du hast dich dann ja auch für den Donnervogel entschieden. Hättest du auch woanders hingehen können?"

Re: Beziehungen von Cale Ravenson
von Hermine am 15.05.2026 12:15Können wir gerne so eintragen.

My bad habits lead to late nights endin' a l o n e. Conversations with a stranger I barely know.
Swearin' this will be the l a s t, but it probably won't. I got nothin' left to lose, or use, or do.
Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren
von Arabella am 15.05.2026 12:12Ich war extrem erleichtert, als meine Mutter das Zeugnis einfach so kommentarlos unterschrieb, denn ich hätte ihr durchaus zugetraut, dass der Anblick meiner Besenflugnote schwarz auf weiß einen erneuten Regen an Vorwürfen auslöste. Zum Glück war dem nicht so. Während sie im Bad war, brachte ich meine Sachen in mein Zimmer (meine Eule ließ ich noch in ihrem Käfig; ich würde sie wegen der Muggel erst hinaus lassen, wenn es draußen dunkel war), begab mich dann aber wieder zurück ins Wohnzimmer, da ich schon damit rechnete, dass sie noch einmal mit mir würde reden wollen, bevor sie sich auf dem Weg zu dem Essen machte. Und da hielt ich es für höflicher, direkt im Wohnzimmer auf sie zu warten, statt sie noch an mein Zimmer klopfen zu lassen. Auf solche Kleinigkeiten war ich schließlich meine gesamte Kindheit über gedrillt worden und ein Jahr "Abwesenheit" in Beauxbatons hatte nicht dazu geführt, dass ich sie vergaß.
Mit meiner Vermutung behielt ich recht: meine Mutter kam kurz darauf herein, um mir ihr Outfit zu zeigen. Um ehrlich zu sein gehörte Mode nicht zu meinen besonderen Interessen, obwohl mir natürlich klar war, dass es wichtig war zu wissen, wie man sich kleidete. Und meine Mutter sah genau so aus, wie sie mir stets beigebracht hatte, dass man das tat, wenn man zu einer internationalen politischen Veranstaltung unterwegs war. "Sehr passend", antwortete ich also in meinem typischen, neutralen Tonfall. Ich hätte noch weiter ausführen können, warum es passend war, aber einerseits wusste meine Mutter das sicherlich selber und andererseits war es nicht meine Art, mehr zu sagen als nötig.

Re: Edith &' Cale | Eingangshalle | vor 3 Jahren
von Cale am 15.05.2026 11:45Anhand des fehlenden britischen Akzents war ich ein wenig überrascht über die Aussage, Edith sei in Hogwarts ausgebildet worden, und hätte gern mehr darüber gewusst. Doch es war nicht schwer zu verstehen, dass sie die 'längere Geschichte' gerade nicht erzählen wollte, weshalb ich mich mit Fragen diesbezüglich zurückhielt. Da ich ebenfalls nicht der geselligste Mensch war (wenn auch vermutlich mehr als Edith), machte ich mir auch nicht die größten Hoffnungen, später mehr darüber zu erfahren. Schade eigentlich, denn neben meiner allgemeinen Wissbegierde empfand ich Edith als überdurchschnittlich interessanten Menschen. Ihre offenere Miene, als ich von meinem Haus erzählte, registrierte ich und dachte: Das würde ja durchaus zu dem Nachnamen passen. Im Gegensatz zu ihrer schulischen Vorgeschichte hoffte ich bei ihrem familiären Hintergrund durchaus, dass er sich noch aufklären würde; immerhin wusste darüber höchstwahrscheinlich nicht nur sie bescheid, womit ein persönliches Gespräch nicht der einzige Weg sein würde, mehr darüber herauszufinden. Außerdem hatte sie keine Andeutung gemacht, nicht darüber sprechen zu wollen. Ich wollte gerade mit einem etwas ratlosen 'ja' auf Ediths Frage antworten, als eine Person auf uns zukam, die ich von meinem Vorstellungsgespräch wiedererkannte: die stellvertretende Schulleitung. Da besagte Person aussah, als würde sie uns gleich ansprechen, nickte ich nur kurz in Richtung Edith und wartete ab, bis sie das tat.
Re: Beziehungen von Cale Ravenson
von Cale am 15.05.2026 11:20Vielleicht erstmal Bekannte und dann später Freundinnen? :)
Re: Krankenflügel
von Cale am 15.05.2026 11:15"Es ist gut, dass du hier bist", meinte ich beschwichtigend auf Hermines begonnene Rechtfertigung und meinte es auch so. Hätte sie die Wunde einfach verbunden, ohne sie vorher zu reinigen, hätte sie eine Infektion riskiert, die zum einen unangenehm für sie geworden und zum anderen auch schwerer für mich zu behandeln gewesen wäre. "Setz dich bitte da drüben hin", fügte ich hinzu und gestikulierte in Richtung des Stuhls, der an dem Tisch stand, auf dem sich meine Materialien inzwischen befanden.
Ihre Schilderung löste in mir kurzzeitig Verwunderung aus. "Ein Hodag außerhalb des Reservats in Rhinelander?", verbalisierte ich meine Gedanken, während ich die Verletzung näher untersuchte. Ich hatte meinen UTZ in Pflege magischer Geschöpfe nicht umsonst mit einem O abgeschlossen und wusste genau über das Geschöpf bescheid, das Hermine gebissen hatte, weshalb ich auch über ihre Schilderung bezüglich der Mondkälber nicht sonderlich überrascht war. Damals hatten wir eine Exkursion in besagtes Reservat unternommen und unter anderem eine Fütterung miterlebt.
"Danke", erwiderte ich höflich auf Hermines Aussage hin, ich sei eine fantastische Heilerin und wisse sicher, was zu tun sei. Da ich mir meiner selbst ziemlich sicher war (allerdings auch zurecht), zog ich sie nicht in Zweifel. "Wir müssen sie reinigen", erklärte ich kurz darauf und begann, genau das zu tun. Bei der Berührung führte ich beinahe automatisch ein paar körperliche Grunduntersuchungen durch - es ging einem in der Heilausbildung in Fleisch und Blut über, zumindest mir. Kurz war ich überrascht über das, was ich erfuhr, doch das Gefühl währte nicht lange, da ich wusste, dass Hermine verheiratet war und bereits eine Tochter hatte. "Du bist schwanger, oder?", wollte ich wissen, wobei es eigentlich eine rhetorische Frage war. Ich war mir dessen, was ich gefühlt hatte, ziemlich sicher. Natürlich hatte ich zuvor routinemäßig einen Zauber über uns gelegt, der es anderen unmöglich machte zu hören, was wir sagten. Immerhin war ich mir meiner Schweigepflicht bewusst.
Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren
von Catherine am 14.05.2026 21:53Der Weg zur Appartmenttür erschien mir ungewöhnlich lang, während ich den Koffer schweigend hinter mir herschweben ließ. Der Appartmentkomplex, in dem wir lebten, war hauptsächlich von Zaubererfamilien bewohnt. Ich hatte Arabella und mir hier unser eigenes Zuhause aufgebaut, um uns von meinen Eltern zu distanzieren. Ab und an besuchten uns mein Bruder, nie aber meine Eltern. Wenn überhaupt, waren wir bei ihnen zu besuch. Vor der Tür angekommen, hielt ich meinen Zauberstab an das Schloss und die Tür schwang auf. Meine anfängliche Frustration über Arabellas Versagen in Besenflug, hatte sich mittlerweile etwas gelegt. Es beruhigte mich, dass Arabella Flugstunden nehmen würde. Hoffentlich würde das für ausreichen, um das A in Besenflug auszugleichen. Nachdem ich Ihren Koffer im Flur abgestellt hatte, kratzte ich meinen Raben, Seraphin, zur Begrüßung unterm Kinn und begab mich anschließend zum Tisch, um Arabellas Zeugnis wortlos zu unterschreiben. Als mein Blick über die Zahlreichen Os streifte, konnte ich einen Hauch von Zufriedenheit verspüren, der perfekt gewesen wäre, würde dieses eine A nicht so sehr herausstechen. Vielleicht war ich etwas zu streng mit ihr, aber Disziplin in ihrer Erziehung würde das Maximum an ihren Leistungen herausholen und sie später weiterbringen. Ich seufzte und begab mich ins Bad, um mich auf das Essen im Ministerium vorzubereiten. Ich zog mir ein schlichtes Kleid über und kombinierte es mit einem feinen Halstuch, das etwas Farbe in die Komposition brachte. In der Politik war es wichtig dem Anlass entsprechend und schlicht gekleidet zu sein, aber man durfte nicht in der Menge untergehen. "Wie findest du das, Arabella?", fragte ich meine Tochter um Rat, während ich meine Haare richtete. Viel Zeit blieb mir nicht mehr.
Re: Emma &' Tyrone | Emmas Zimmer | kurz vor der Einschulung
von Tyrone am 14.05.2026 21:05Auf das Nicken meiner Tochter hin setzte ich mich auf ihren Schreibtischstuhl, wobei ich ihren Eifer am Rande, aber positiv zu Kenntnis nahm. Die Eigenschaft überraschte mich nicht, da ich bereits bemerkt hatte, wie sehr Emma sich auf alles freute, was mit Ilvermorny zu tun hatte. Bisher war sie auch immer sehr fleißig gewesen, weshalb ich insgesamt damit rechnete, dass sie sich auf der Zauberschule gut machen würde. Das hieß natürlich nicht, dass ich der Sache einfach so ihren Lauf lassen würde. Etwas konnte sich trotz guter Vorzeichen negativ entwickeln.
"Du weißt, dass es den Ruf der ganzen Familie schädigen würde, wenn du schlechte Noten schreibst - ein Ohnegleichen im absoluten Großteil der Fächer und ein Erwartungen Übertroffen, wenn du dich schwerer tust, sollten der Standart sein", begann ich, wobei ich das eigentlich nicht erwähnen müsste, da es selbstverständlich war. Der Form halber tat ich es trotzdem. Dann kam ich zu meinem eigentlichen Anliegen: "Aber es gibt auch soziale Anforderungen. Zum einen natürlich, dass du dich mit den Lehrern gutstellst. Zum anderen ist es sinnvoll, dass du dir eine Gruppe an Freunden aufbaust, die dich im Fall des Falles unterstützen." Natürlich war das trotz der suggestiven Formulierung eine Anweisung, kein Vorschlag, was Emma klar sein sollte.









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