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Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren
von Catherine am 09.05.2026 22:44In Gedanken ging ich alle möglichen Szenarios durch - die möglichen Konsequenzen, die schlechte Besenflugfähigkeiten mit sich ziehen könnten. Natürlich müssten sie nicht eintreffen, aber ich wollte das Risiko jedes schlechten Ausgangs für meine Tochter minimieren, damit man ihr später nichts vorwerfen konnte.
Ich musste mich beruhigen, also schloss ich die Augen und atmete tief durch. Es war eine suboptimale Ausgangssituation, aber nichts, was man nicht repariert könnte. Man musste nur mehr Arbeit hineinstecken.
Ohne Arabella anzusehen unterbrach ich die Stille.
"Es ist nicht mehr viel Zeit, bis ich wieder in die Arbeit muss. Du kannst die Zeit meiner Abwesenheit sinnvoll nutzen und dich nach einer guten PrivatlehrerIn für Besenflug suchen. Du kannst deine Ferien dann nutzen, um deine Fähigkeiten im Besenflug zu perfektionieren. Solche Bemühungen machen sich gut im Lebenslauf."
Ohne auf ihre Antwort zu warten, stieg ich aus dem Auto und ging auf unseren Apartmentkomplex zu. Ich wusste, dass sie mir jetzt nicht widersprechen würde.
Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren
von Arabella am 09.05.2026 22:09Ich saß weiterhin mit geradeaus gerichtetem Blick und verkrampften Fingern da. Es war ja nicht so, als könne ich die Reaktion meiner Mutter nicht verstehen. Mir war durchaus bewusst, dass viele (auch für meine Zukunft relevante) Menschen Fähigkeiten im Besenflug als wichtig einstuften. Ich konnte nur hoffen, dass ich darum herum kam, dass diese meine Note in diesem Fach erfuhren, da es bei späteren Bewerbungen ja nicht nötig war, das Erstklasszeugnis mit einzureichen. Nicht, dass dieses Argument meine Mutter auch nur ansatzweise beschwichtigen würde, da machte ich mir keinerlei Illusionen. Ihren entrüsteten Blick konnte ich auch spüren, ohne ihr tatsächlich ins Gesicht zu sehen.
"Das ist mir bewusst", antwortete ich schlicht auf ihre kurze Rede. Es kam selten vor, dass ich nicht wusste, was ich sagen sollte - eigentlich hatte ich immer zumindest einen sachlichen Kommentar zum Thema auf den Lippen -, aber jetzt war die Situation eingetreten. Alle Erwiderungen, die mir einfielen, hätten die Sache nur noch schlimmer gemacht, da war ich mir sicher. Als wir zu Hause ankamen blieb ich ebenso wie meine Mutter im Auto sitzen; es war ein unausgesprochenes Gesetz zwischen uns, dass sie zuerst ausstieg und ich ihr folgte, wie bei so vielen Anlässen.

Re: Ungenutztes Klassenzimmer
von Arabella am 09.05.2026 21:25Mir war klar, dass Emma um die wenig ansprechende Szenerie in diesem Raum wusste. Da ich mich ein wenig überpünktlich hier eingefunden hatte (prinzipiell war an meinem Orientierungssinn zwar nichts auszusetzen, aber nichtsdestotrotz befand ich mich in einer fremden Schule und die Lage von deren Räumlichkeiten war mir nicht bekannt, weshalb ich vorsichtshalber etwas mehr Zeit eingeplante, um spezifisch diesen Raum hier zu finden), blieben mir einige Minuten, um darüber nachzudenken, was dies zu bedeuten hatte. Offensichtlich war es ihr nicht mehr ganz so wichtig, mir Ilvermorny ausschließlich von seiner besten Seite zu zeigen. Dass bedeutete, dass sie... ein wenig Vertrauen zu mir gefasst hatte? Sie unsere Beziehung zueinander nicht mehr als all zu oberflächlich einstufte? Bei dem Gedanken konnte ich nicht umhin, ein wenig nervös zu werden. War ich gerade dabei, die Bekanntschaften mit (halbwegs) Gleichaltrigen zu knüpfen, die sich meine Mutter immer von mir gewünscht hatte? Es war vermutlich alles andere als begründet, aber ich konnte nicht verhindern, dass die Nervosität sich in leichte Angst verwandelte. Bisher hatte ich es nie geschafft, die Erwartungen meiner Mutter auf diesem Gebiet zu erfüllen. Ich kannte nichts anderes als höfliche, insgeheim vielleicht etwas überhebliche Distanz meinen SchulkameradInnen gegenüber. Würde ich es schaffen, mich in dieser eventuell neuen Situation angemessen zu verhalten?
Als Emma hereinkam, versuchte ich, diese Gedanken schleunigst zu verdrängen, wozu ich durch das Schauspiel mit dem Taschentuch und die Lästereien glücklicherweise außreichend Zeit hatte. Andererseits waren das wieder zwei Angelegenheiten, von denen ich nicht wusste, wie ich auf sie reagieren sollte. "Hallo", sagte ich schließlich erst einmal höflich, nicht, um auf Emmas fehlende Begrüßungsfloskel hinzuweisen, sondern einfach, weil man mir das inzwischen 14 Jahre lang so beigebracht hatte. "Das stimmt, dass manche Menschen Wert darauf legen, besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen", gab ich dann erst einmal zurück, in demselben höflichen Tonfall wie zuvor. Ich wusste nicht, wie ich auf die Lästerei, insbesondere die Anspielung auf Emmas eigenen Bedarf an Aufmerksamkeit, sonst reagieren sollte.
Schließlich änderte Emma das Thema auf unsere Eltern, genauer gesagt deren Unterhaltung auf dem Bankett. Tatsächlich war mir ebenfalls aufgefallen, dass die beiden immernoch zusammen an dem Stehtisch gestanden hatten, als wir mit den Getränken zurückkamen. "Zu viel ist vielleicht Definitionssache", begann ich also vorsichtig mit meiner Antwort, wie immer in recht neutralem Tonfall. "Aber ja, ihre Unterhaltung im Eingangsbereich hat auf jeden Fall ungewöhnlich lange gedauert", fügte ich dann hinzu. "Im Festsaal liegt es vielleicht einfach an der Sitzordnung, dass sie einander so zugewandt waren, wobei sie sich natürlich auch mit dem jeweils anderen Sitznachbarn hätten unterhalten können", beendete ich meine nüchterne Analyse.

Re: Catherine &' Tyrone | auf dem Bankett | Osterferien 2007
von Catherine am 09.05.2026 21:23Nach und nach betraten diverse internationale PolitikerInnen die Empfangshalle. In der Menge erkannte ich zahlreiche bekannte Gesichter wieder, sowie den ein oder anderen politischen Neuzugang. Mein Blick viel zurück zu meiner Tochter, Arabella, neben mir. Sie hatte mich im Vorhinein gebeten ihr zu helfen sich für dieses Event angemessen herzurichten. Ihr Auftreten schien perfekt, was einen Anflug von Stolz in mir hervorbrachte. Ich folgte ihrem Blick, der zu einem der Stehtische führte, an dem sich zwei Gestalten niedergelassen hatten. Der US Botschafter, mit dem wir uns schon einmal unterhalten hatten, und seine Tochter.
"Deine Mitschülerin?", fragte ich Arabella und sie bejahte. Also schlug ich vor, dass wir uns zu ihnen gesellen könnten.
"Bonsoir Monsieur Price", grüßte ich den Botschafter zurück, der uns bereits entdeckt und in fast Accent-freiem Französisch willkommen geheißen hatte. Arabella hatte sich unterdessen ihrer Mitschülerin Emma zugewandt. Gut, dass sie nun besser Kontakte knüpfen konnte, auch unter gleichaltrigen. "Wir hatten eine gute Anreise und die Feierlichkeiten übertreffen unsere Erwartungen", antwortete ich seiner Nachfrage, ebenfalls zwecks Formalitäten auf Englisch wechselnd, "Wir haben uns des längeren nicht gesehen. Ich hoffe auf Ihrer Seite ist alles in Ordnung, besonders nach den jüngsten Ereignissen." Ich hatte ein paar Details bezüglich des kürzlichen Zwischenfalls mit den extremistischen Gruppierungen erhalten und konnte daher erahnen, dass die Situation wahrscheinlich nicht einfach war.
Re: Emma &' Tyrone | Emmas Zimmer | kurz vor der Einschulung
von Tyrone am 09.05.2026 20:08"Sehr gut", erwiderte ich auf ihre Versicherung, der Koffer sei vollständig gepackt, in wohlwollendem Ton und ließ mich sogar zu einem kurzen Lächeln hinreißen. Solche Gesten mochten bei mir nicht alltäglich sein, aber wenn meine Kinder etwas taten, das eines Lobes würdig war, dann bekamen sie das auch. Vor der Geburt meines ersten Sohnes hatte ich ein, zwei Erziehungsratgeber (natürlich von Autoren, die selbst einflussreiche Persönlichkeiten waren) gelesen - ich war prinzipiell interessiert an Psychologie und bevor ich mich an der Erziehung eines Kindes versuchte, hatte ich es durchaus als sinnvoll erachtet, mich vorher ein wenig theoretisch darüber zu bilden - und diese waren sich einig darüber gewesen, dass gelegentliches, verdientes Lob wichtig war.
"Ich wollte noch einmal kurz mit dir darüber sprechen, was dich in Ilvermorny erwartet", klärte ich Emma, nun wieder neutraler in Tonfall und Blick, auf. "Darf ich mich kurz setzen?", fügte ich höflich hinzu und gestikulierte in Richtung Schreibtischstuhl, woraufhin klar sein sollte, dass sie sich für die Dauer der Unterhaltung auf ihrem Bett niederlassen sollte. Das war ein weiterer, durch meinen bisherigen Erfahrungsschatz bestätigter Hinweis aus den Erziehungsratgebern, der ganz nebenbei auch für die internationale Politik galt: Führe nie ein wichtiges Gespräch im Stehen.
Catherine &' Tyrone | auf dem Bankett | Osterferien 2007
von Tyrone am 09.05.2026 19:51Nachdem mein ältester Sohn sich noch nicht vollständig von dem Zwischenfall zwischen ihm und den extremen Gruppierungen erholt hatte, hatte meine Tochter von sich aus angeboten, mich auf dieses Event zu begleiten. Das hatte mich zugegebenermaßen gefreut - auch, wenn die Sorge um Benedict natürlich stets präsent war und einen Schatten über unser Familienleben warf; ich war schon froh, dass er laut den Heilern aus dem Gröbsten heraus zu sein schien -, denn so musste ich nicht sie oder meinen zweitältesten Sohn dazu zwingen.
Somit machten Emma und ich die Runde zwischen allerlei internationalen Politikern, bevor wir uns an einem der Stehtische in der Eingangshalle niederließen, um dort zu warten, bis der Hauptschauplatz des Banketts sich in den Festsaal verlegte, was in Kürze der Fall sein sollte. Der Politiker, der dort bereits gestanden hatte, bevor wir uns zu ihm gesellten, entschuldigte sich für unbestimmte Zeit auf die Toilette, weshalb ich gerade mit Emma weiterziehen wollte (es hätte schließlich ausgesprochen seltsam ausgesehen, bei so einer Veranstaltung allein mit meiner Tochter dazustehen), als sich zwei wohlbekannte (zumindest auf Smalltalkebene) Gesichter zu uns gesellten: die belgische Botschafterin mit ihrer Tochter, deren Namen mir kurz entfallen war, den Emma aber zum Glück sogleich erwähnte. Ich nahm mir vor, ihr später zu ihren Networking Skills zu gratulieren.
"Madame Pelletier, Bonsoir", begrüßte ich die Dame noch vor meiner Tochter, höflicherweise auf Französisch, ihrer Muttersprache. "Wie geht es Ihnen?", fügte ich dann allerdings auf Englisch hinzu, nicht, weil meine Französischkenntnisse unzureichend gewesen wären, sondern, weil dies die offizielle internationale Sprache und damit auch die gängige Sprache auf diesem Bankett war. Währenddessen beobachtete ich aus den Augenwinkeln zufrieden, wie Emma und Arabella, sich angeregt unterhaltend, zur Getränkeausgabe gingen, vermutlich, um unser aller Flüssigkeitsaufnahme sicherzustellen.
Re: Catherine &' Arabella | Bahnsteig | vor circa 2 Jahren
von Catherine am 09.05.2026 19:38Arabellas Worte hingen in der Luft und es dauerte eine Weile, bis ich diese verarbeitet hatte. "Was war das? Ein A? Soll das ein schlechter Scherz sein? Wenn ja, ist das nicht einmal ansatzweise lustig."
Ich sah entrüstet zu Arabella hinüber, ihr Blick nach vorne gerichtet hatte, die Finger immernoch fest ineinander verschweißt. Ein Anflug von Schwäche. Kein Anzeichen daran, dass das alles als Scherz gemeint war. Es dämmerte mir, das Arabella in Besenflug wirklich mit einem A bewertet wurde - meine Tochter!
"Dir ist klar, dass diese Note nicht verbesserbar ist? Das war dein einziges Schuljahr mit Besenflug, und du hast deine Note in den Sand gesetzt?"
Frustriert massierte ich meine Schläfe. "Ich hoffe du weißt, dass du Mist gebaut hast? Auch eine schlechte Note in 'nicht relevanten Fächern' wie Besenflug kann dir deine Zukunft verbauen. Es ist ein Basis Skill, der beherrscht sein muss!"
Das Auto kam ruckartig zum Stehen als es in unsere Einfahrt beim Mechelsensteenweg einparkte. Ich blieb zunächst sitzen, um die schlechten Nachrichten zu verarbeiten und meine Nerven zu beruhigen. Eine unangenehm Stille hing über uns.
Re: Ungenutztes Klassenzimmer
von Emma am 09.05.2026 19:36Mit Schwung ging die Tür auf und Emma glitt durch den Spalt, das Holz auch sogleich ins Schloss fallend. "Wie die Aaßgeier." Murmelte das blonde Mädchen, seufzte, drehte sich in den Raum und musste sogleich heftig nießen. Sie zog ein Taschentuch aus ihrem Umhang, wedelte damit etwas theastralisch vor ihrem Gesicht herum und hielt es sich anschließend vor die Nase, welche inzwischen etwas gerümpft war. Die ortkundige Schülerin hatte mit absicht diesen Raum vorgeschlagen, wusste sie genau, dass hier niemand auch nur aus Versehen rein stolpern würde und damit perfekt war für dieses kleine Geheimtreffen. Denn es würde irgendwann auffallen, wenn die beiden Mädchen sich regelmäßig im Gemeinschaftsraum, der Bibliothek oder auch nur an irgendeinem anderen öffentlichen Ort treffen würden und wenngleich es nichts ungewöhnliches war, Emma war vertrauensschülerin und für Austauschstudenten verantwortlich und Arabella war eine solche. Irgendwann würde es doch auffallen, dass sie nunja auffällig viel Zeit miteinander verbrachten, was aufgrund ihrer gemeinsamen Projektplanung auch dringend notwenig war, aber eben nicht gleich die Runde machen sollte. Nachdem sich Emmas Lunge an die Staubbelastung des Raums gewöhnt hatte, war sie immerhin ein verwöhntes reinliches Kind, wandte sie sich zu eben jener. "Manche Leute brauchen echt viel Aufmerksamkeit, und ich meine nicht mich, wenn dem auch so sein möge." Lästerte sich Emma kurz von der Seele, nicht dass es Arabella interessieren würde, aber Emma redete eben gern über sich und an Herdrücken war sie auch noch nicht gestorben. dann ging sie an den Tisch, an den auch Arabella sich gesetzt hatte, machte den Stuhl etwas sauber und ließ sich nieder. "Fandest du nicht auch, dass unsere Eltern sich etwas zu viel unterhalten haben auf dem Bankett?" Fragte sie nun, in ihrer Tasche nach ihren Unterlagen suchend. Eine Frage die ihr seit dem Abend nicht mehr aus dem Kopf gegangen war, es interessierte sie sehr, die Meinung der anderen zu den Angewohnheiten ihrer Mutter und ob sich das die Blondine nur etwas eingebildet hatte.
Re: Emma &' Tyrone | Emmas Zimmer | kurz vor der Einschulung
von Emma am 09.05.2026 19:22Das Mädchen folgte mit dem Blick ihrem Vater, welcher natürlich sofort den Koffer bemerkte. Seine Gedanken dazu konnte sie sich auch auch bildlich vorstellen, weshalb sie ihre Übervorsicht nun verfluchte. "Ja, Vater. Und ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass auch nichts fehlt." Antwortete sie deshalb eifrig, in der Hoffnung eines guten Eindrucks, dessen Erfolges sie allerdings bereits jetzt als mäßig einstufte. Sicher war es wichtig auf Nummer sicher zu gehen, doch zu lange zu grübeln führte zu nichts und es zeugte auch von wenig Selbstvertrauen, nochmal und nochmal etwas zu kontrollieren, und das würde natürlich nicht gerade positiv aussehen. Sei es drum, wegen des Packzustandes ihres Koffers war ihr Vater sicher nicht gekommen, den würde sie auch morgen früh nochmal mit Mutter durchgehen. Immerhin war es ihr erstes Mal Koffer packen und auch wenn Emma natürlich über die Ferien heim kommen würde, war es doch eine Menge Zeit die abzudecken war bis dahin und an vieles zu denken, vor allem wenn man eben keine Erfahrung hatte. "Womit kann ich dir helfen?" Fragte das kleine blonde Mädchen in höflich neutralem Ton nun weiter, denn wie gesagt, wegen etwas bestimmten musste er ja hier sein und der Koffer war es nicht. Eine Unterhaltung war möglich, wenngleich unwahrscheinlich, ihr Vater war kein Plapperer, er konnte reden, stundenlang, geschäftlich, oder Ansprachen handeln, aber das hier war nicht der übliche Rahmen. Natürlich verbrachte Emma sehr gern Zeit mit ihrem Vater, welcher zwar streng war aber sehr viel zu lehren hatte und vor allem sein Selbstvertrauen bewunderte das Kind sehr. Genauso wie ihr ältester Bruder als erster Sohn, wurden von ihr als erste Tochter auch mehr erwartet als von den anderen Kindern, was Em stolz machte und bisher auch vom Druck aushaltbar war. Ob sich dass nun mit ihrer magischen Ausbildung ändern würde? So war sie allerdings guter Dinge und von einer gewissen kindlichen Fröhlichkeit, dass ihr Vater sich Zeit für sie genommen hatte.
Re: Emma &' Tyrone | Emmas Zimmer | kurz vor der Einschulung
von Tyrone am 09.05.2026 18:55Wie erwartet musste ich nicht lange einsam vor der Tür verweilen, bis meine Tochter diese öffnete. Sie begrüßte mich höflich und, wie ich durchaus bemerkte, etwas nervös. Daran sah ich allerdings an sich nichts negatives; ich fand es nur angemessen, dass meine Kinder einen gewissen Respekt vor mir hatten. Natürlich versuchte ich ebenfalls, eine positiv-liebevoll konnotierte Beziehung zu ihnen zu pflegen. Das allerdings eher unterbewusst und zugegebenermaßen auch eher nachrangig.
Auf Emmas Aufforderung hin betrat ich ihr Zimmer. Sofort fiel mir der offene Koffer auf. Meine erste Reaktion war ein innerliches Heben einer Augenbraue - hatte sie etwa noch nicht fertig gepackt? Ein zweiter Blick auf den Koffer offenbarte allerdings, dass dieser bis oben hin voll von ordentlich gefalteter Kleidung, platzsparend gepackten Schulutensilien und ein paar wenigen persönlichen Dingen war. Das in Verbindung damit, dass ich meine Tochter quasi nur vorbildlich kannte, hielt mich davon ab, die imaginäre Geste in die Tat umzusetzen. Stattdessen fragte ich in neutralem Tonfall: "Na, hast du schon alles gepackt?"






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